Stuttgart / Alfred Wiedemann Der 20-jährige Unfallfahrer von Stuttgart soll wegen fahrlässiger Tötung in Haft. Das beantragt die Staatsanwaltschaft.

Gegen den 20-Jährigen, der Mittwochnacht kurz nach halb Zwölf den Unfall mit zwei Toten im Stuttgarter Norden verursacht haben soll, wird Haftbefehl wegen fahrlässiger Tötung beantragt. Das bestätigte ein Sprecher der Stuttgarter Staatsanwaltschaft der SÜDWEST PRESSE.

Beim Zusammenprall von zwei Autos sind in der Stuttgarter Rosensteinstraße zwei Menschen ums Leben gekommen.

Zwei Menschen sterben

Der 20-Jährige soll wegen zu hohen Tempos auf der Rosensteinstraße in Richtung Nordbahnhofstraße die Kontrolle über einen gemieteten Jaguar-Sportwagen verloren haben, ins Schleudern geraten sein und kurz vor dem Kinozentrum gegen einen Citroen geprallt sein, der gerade aus der Tiefgarage auf die Straße fahren wollte. Der 25-jährige Fahrer des Kleinwagens und seine 22-jährige Beifahrerin wurden tödlich verletzt. Der 20-Jährige und sein 18-jähriger Beifahrer im Jaguar blieben nach Polizeiangaben unverletzt.

Beim Unfall mit zwei Toten im Stuttgarter Norden steuerte ein 20-Jährigern einen Luxus-Mietwagen. Wie kann das sein?

Die Polizei hat einen Unfallsachverständigen eingeschaltet, der auch feststellen soll, wie schnell der mutmaßliche Unfallverursacher unterwegs war. Wenn dieses Gutachten vorliegt, werde entschieden, ob der Tatvorwurf gegen den 20-Jährigen in Totschlag oder Mord geändert werden muss, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Das lasse sich aber erst sagen, wenn unter anderem feststehe, wie schnell der gemietete Sportwagen zum Unfallzeitpunkt unterwegs war.

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