Uniklinik Ulm Zwist um Notdienste an Streiktagen

Symbolbild.
Symbolbild. © Foto: dpa
Ulm / ruk 14.03.2018
Klinik­direktor Prof. Udo Kaisers besteht auf einer anderen Notdienst­versorgung als die Gewerkschaft.

Die Tarifauseinandersetzung im Pflegedienst scheint zu eskalieren – das zumindest befürchtet die Gewerkschaft. Wie Verdi mitteilt, habe die Uniklinik Ulm für die beiden bevorstehenden Warnstreiks am Mittwoch und Donnerstag keine Notdienstvereinbarung unterzeichnet. In dieser Vereinbarung wird die Notversorgung der Bevölkerung geregelt. Verdi kritisiert das Verhalten des Klinikvorstandes und betont, dass die Organisation von Notdiensten im Arbeitskampf nach der Rechtsprechung eine gemeinsame Aufgabe von Arbeitgeber und Gewerkschaft ist. „Durch den Arbeitgeber einseitig ausgesprochene Notdienstverpflichtungen werden von Verdi nicht akzeptiert“, so Maria Winkler, Geschäftsführerin des Verdi-Bezirks Ostwürttemberg-Ulm.

Prof. Udo Kaisers bestätigte, die von der Gewerkschaft aufgesetzte Notdienstvereinbarung nicht unterzeichnet zu haben – aus zwei Gründen. Sie sei zum einen sehr kurzfristig eingegangen, „ich habe vom Streik aus der Zeitung erfahren“, sagte der Leitende Ärztliche Direktor des Uni-Klinikums Ulm. Zum anderen habe das Klinikum die Vereinbarung geprüft und nicht für gut befunden vor dem Hintergrund der hohen Zahl an Influenza-Patienten. „Wir werden eine eigene Notdienstvereinbarung aufsetzen und sie der Gewerkschaft zuschicken.“