Tourismus Zweilandstadt-Kampagne startet Schwörmontag

Mit diesem Logo der Agentur „Burkert Ideenreich“ wird die Zweilandstadt beworben.
Mit diesem Logo der Agentur „Burkert Ideenreich“ wird die Zweilandstadt beworben.
Ulm/Neu-Ulm / Edwin Ruschitzka 05.07.2018
Die neue Kampagne, um mehr Besucher nach Ulm und Neu-Ulm zu locken, startet um den Schwörmontag herum.

Es gibt vorerst Luftballons, Bonbons, T-Shirts und einen Reisepass. Aber keine Angst, zwischen Ulm und Neu-Ulm werden keine Schlagbäume aufgebaut. Auch wenn kurzfristig mal über ein Grenzhäuschen zu Marketingzwecken nachgedacht worden war. Ganz im Gegenteil. Die beiden Städte wollen in Sachen Tourismus und Marketing noch enger zusammenarbeiten. Also wurde vor einem Jahr der Tourismus-Fonds aus der Taufe gehoben. 38 touristische Betriebe beteiligen sich daran, auch finanziell. Und die beiden Städte sind ebenfalls mit im Boot.

Wie die Ulm/Neu-Ulm Touristik GmbH jetzt mitgeteilt hat, soll es um den Schwörmontag herum richtig losgelegt werden. Mit besagten Devotionalien, aber auch mit einer Einkaufstüte aus Papier. Auf der heißt es: „Zweikaufen statt Einkaufen“. Abgeleitet von der Wortschöpfung Zweilandstadt, auf die die Initiatoren ganz besonders stolz sind. Soll damit doch zum Ausdruck gebracht werden, dass Ulm und Neu-Ulm im Prinzip eine Stadt in zwei Bundesländern sind. Doch soll in dieser Kampagne jede Stadt ihre Identität bewahren, sie sogar gesondert bewerben. Ulm in Schwaben und Neu-Ulm in Bayern, wie es im Untertitel des Logos heißt.

Produziert sind schon zwei Werbevideos mit den Titeln „Abschied“ und „Kulinarik“, die über YouTube und direkt auf der Website www.zweilandstadt.de zu sehen sind. Um die Begrifflichkeit in der Bevölkerung zu verankern, wurden Luftballons, Bonbons und mehr kreeiert, dazu ein Flyer, der über die Zweilandstadt aufklären soll. Und wenn sich künftig mehrere Zeitgenossen auf ihren T-Shirts als „Überläufer“ outen, so ist das auch gewollt. Soll es doch zeigen, dass sie sich in beiden Städten gleichermaßen heimisch fühlen.

Reisepass für Touristen

Im neuen Reisepass, der eher für die klassischen Touristen, also die Übernachtungsgäste gedacht ist, können die künftigen Besucher beider Städte sechs Stempel der Mitgliedsbetriebe sammeln und haben damit die Chance, Übernachtungen in einem Partner-Hotel zu gewinnen, auch Sitzplätze bei der Schwörrede auf dem Weinhof, Städteführungen, Konzerttickets, ein Candle-Light-Dinner und die schon erwähnten T-Shirts. Das alles kann im Jahr 2019 eingelöst werden. 20.000 Reisepässe sind produziert worden.

Im Herbst dieses Jahres ist der Pfandbecher für den Coffee-to-go geplant, ebenfalls mit dem Schriftzug Zweilandstadt. Dieser Becher soll von den Partnerbetrieben sogar deutschlandweit in Umlauf gebracht werden.

Das Geld: Wer zahlt was

Budget Über 70.000 Euro verfügt die Kampagne Zweilandstadt. Die Hälfte davon haben die Mitgliedsbetriebe beigesteuert, die andere Hälfe die Städte. Wobei die 35.000 Euro zu 75 Prozent die Stadt Neu-Ulm gibt. 25 Prozent steuert Neu-Ulm bei.

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