Alb­-Donau/Ulm CDU-Kreisverband: Zwei von vier Delegierten für Merz

Zwei der vier Delegierten aus dem Kreisverband Alb­-Donau/Ulm wollen für Merz abstimmen.
Zwei der vier Delegierten aus dem Kreisverband Alb­-Donau/Ulm wollen für Merz abstimmen. © Foto: Federico Gambarini/dpa
Ulm / Ulrike Schleicher, Thomas Steibadler 06.12.2018
Ronja Kemmer, Manuel Hagel, Peter Bauenhart, Paul Glökler: Sie bestimmen mit, wer an der Parteispitze auf Angela Merkel folgt.

Annegret Kramp-Karrenbauer, Friedrich Merz oder Jens Spahn? Vier der 1001 CDU-Delegierten, die heute in Hamburg die Nachfolge von Angela Merkel als Parteivorsitzende regeln, kommen aus dem Kreisverband Alb­-Donau/Ulm. Als die vier auf dem Kreisparteitag im Sommer vergangenen Jahres als Abgesandte gewählt wurden, konnten sie noch nicht ahnen, dass sie nun in historischer Mission unterwegs sind. Einen Auftrag hat ihnen der Kreisverband nicht mit auf den Weg gegeben, jeder kann nach seiner Überzeugung wählen.

„Merz ist der Richtige für mich“

Da gibt es keine Frage: Für Peter Bausenhardt aus Ehingen ist Ex-Fraktionschef Friedrich Merz der Favorit für die Nachfolge von Angela Merkel als CDU-Vorsitzende. „Merz ist der Richtige für mich, weil er kein Berufspolitiker ist, sondern auch den Arbeitsalltag kennt“, sagt der 43-jährige. Merz stehe für einen Neuanfang. „Den wünschen sich viele Parteimitglieder, und auch ich.“ Er habe genug von Abgeordneten, die „heute nicht wissen, wo sie morgen stehen“.

Damit könnte auch Ronja Kemmer gemeint sein. Denn die 29-jährige Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Ulm teilte gestern in einer schriftlichen Stellungnahme mit, sie wisse noch nicht, für welchen Kandidaten sie stimme und warte deren heutige Bewerbungsreden ab. Obwohl sie, wie insgesamt etwa 2000 Parteimitglieder aus dem Südwesten, die drei Kandidaten bei der Regionalkonferenz in Böblingen gesehen und gehört hatte. Für sie sei „insbesondere der Parteitag der Ort der inhaltlichen und politischen Auseinandersetzung“.

Meinung der Basis aufnehmen

Dass die ehemalige Ulmer Stadträtin Johanna Filbinger-Wagner den Delegierten in einem Brief empfiehlt, Merz zu wählen, betrachtet Ronja Kemmer als Teil des innerparteilichen Dialogs. Sie werde die Meinung der Basis in ihre Entscheidungsfindung aufnehmen. Trotzdem: „Jede und jeder Delegierte muss für sich am Ende eine Abwägung treffen.“

Das hat Manuel Hagel bereits getan. Der Landtagsabgeordnete aus Ehingen und Generalsekretär der baden-württembergischen CDU, hat sich bislang zwar mit öffentlichen Bekenntnissen zurückgehalten. Um die anderen Delegierten nicht zu beeinflussen. Doch am Tag vor der Entscheidung ließ der 30-Jährige durchblicken, wem er seine Stimme geben wird: Friedrich Merz.

Der Vierte im Bunde, Kreisvorsitzender Paul Glökler, war leider nicht zu erreichen.

Das könnte dich auch interessieren:

Themen in diesem Artikel
Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel