Zwei Lesungen zu den Scholls in Langenau

HELMUT PUSCH 12.02.2013
Sechs Lesungen hat der Langenauer Buchhändler Thomas Mahr für dieses Frühjahr gebucht. Zwei davon beschäftigen sich mit den Scholls.

Der Langenauer Pfleghof feiert dieses Jahr sein 25-jähriges Bestehen. Und in all den Jahren war ein Standbein des Kulturzentrums neben der Musik und der Kleinkunst auch immer die Literatur - und die politische Bildung. Und daran knüpft das Frühjahrsprogramm der Langenauer Lesungen gleich mehrfach an. Allein zu den Geschwistern Scholl, deren Todestag sich am 22. Februar zu 70. Mal jährt, wird es in den kommenden Monaten zwei Veranstaltungen geben.

Eben am 22. Februar liest Barbara Ellermaier aus ihrer Biografie Hans Scholls. Die Historikerin wollte mit ihrem Buch auch das Ungleichgewicht zurechtrücken, dass Hans Scholl zwar der Kopf der Widerstandsgruppe Weiße Rose gewesen war, die Person seiner jüngeren Schwester Sophie aber im Kino und in der Literatur weit mehr Niederschlag fand und findet. Sophie Scholl wiederum widmet der Ulmer Künstler und Autor Michael Döhmann sein Buch "Sophie Scholl. Die Jahre in Ulm", das Döhmann am 9. Mai im Pfleghof vorstellt.

Andreas Altmann ist ein vielfach dekorierter Reiseschriftsteller, der sich wie kein anderer dem Zauber aber auch der Härte der bereisten Länder aussetzt: Reisen ohne Netz und doppelten Boden. Im Pfleghof liest er aus seiner "Gebrauchsanweisung für die Welt" am 8. März.

Der 17-jährige Deutsche Patrick kennt Nevena, das Mädchen aus Belgrad, nur übers Internet. Als sie sich nicht mehr meldet, machen sich Patrick und sein Vater auf die Suche nach ihr. Burkhard Spinnen präsentiert seinen Roman "Nevena" am 10. April in Langenau, und am 16. April stellt sich der Chamisso-Preisträger Michael Stavaric in der e Buchhandlung Mahr vor.

Am 23. April liest einer im Pfleghofsaal, der auch schon vor 25 Jahren in der ersten Pfleghof-Saison in Langenau mit von der Partie war: der Schweizer Autor und Kabarettist Franz Hohler. Er liest aus seinem Erzählband "Der Geisterfahrer", der zu Hohlers 70. Geburtstag am 1. März erscheint.