Wenn das Brassensemble Blech­impuls und das Junge Vokalensemble Ulm ein gemeinsames Konzert gestalten, kann nur etwas Imponierendes dabei herauskommen. Und so war es denn auch bei dem gut 75-minütigen Programm, das in der Christuskirche Söflingen alte und neue Musik auf das Schönste in Einklang brachte.

Auch wenn auf den Programmblättern der Name nicht zu finden war, war es Chorleiter Stefan Glasbrenner, der beide Ensembles mit ansteckendem Elan dirigierte. Bereits mit den ersten Tönen nahmen die acht Musiker von Blechimpuls mit großen Klang und hoher Musikalität bei Stücken von Clarke und Banchieri für sich ein.

Doch auch der Chor ließ von Anbeginn an keine Zweifel an seinen vielfältigen Möglichkeiten aufkommen, da in der Bach-Motette „Jesu, meine Freude“ wortgewaltige Textausbrüche, klangreiche Choräle und kunstvolle Soli sich abwechselten und die 21 Singenden forderten. Ein „Jubilate Deo“ des Dänen John Høybye und der im mittelalterlichen Fränkisch gesungene Reisesegen von Wolfram Buchenberg waren weitere herausragende Programmpunkte, wie auch die beiden instrumentalen Stücke von Rheinberger und Gabrieli.

Doch so richtig klasse wurde es bei den von beiden Ensembles gemeinsam musizierten Stücken. „Lauda Jersusalem“ von Monteverdi sowie „Gloria“ und besonders „In eccelsiis“ von Gabrieli erforderten nicht nur fitte Chorsolisten, diffizile Mehrchörigkeit und spannenden Raumklang, sondern auch den Einsatz von Michael Weigler am Kontrabass und Andreas Weil an der Orgel. Bei der Zugabe auf einen indianischen Text sangen dann auch die zahlreichen Zuhörer mit.