Ulm Zuversicht statt Angst

Singende Dekane und Laien gestern Morgen beimökumenischen Schwörgottesdienst in der Wengenkirche (von links): Matthias Hambücher, Ernst Wilhelm Gohl, Ruth Schumann und Andrea Engel-Benz. Foto: Lars Schwerdtfeger
Singende Dekane und Laien gestern Morgen beimökumenischen Schwörgottesdienst in der Wengenkirche (von links): Matthias Hambücher, Ernst Wilhelm Gohl, Ruth Schumann und Andrea Engel-Benz. Foto: Lars Schwerdtfeger
Ulm / CL 23.07.2012
"Stadtluft macht frei - das gilt auch für das Lebensgefühl", sagte der evangelische Dekan Ernst-Wilhelm Gohl gestern imökumenischen Schwörgottesdienst, der in diesem Jahr in der Wengenkirche stattfand und den Gohl gemeinsam mit dem katholischen Dekan Matthias Hambücher durchführte.

In seiner Predigtübertrug Gohl eine Geschichte aus dem Lukas-Evangelium auf Ulm, in der Jesus mit seinen Aposteln und 5000 hungrigen Jüngern in die Stadt Bethsaida kommt. Von fünf Broten und zwei Fischen sollen alle satt werden. Am Ende bleibt sogar von den durch Jesus gesegneten Speisen etwas übrig. Diese städtische Version gebe es nur bei Lukas, sagte Gohl - in den anderen Evangelien spiele die Geschichte in der Wüste."Lukas weiß: In der Stadt kann man eher für sich sein." Das sei"der besondere Charme Ulms". Man kenne sich, aber Distanz sei trotzdem möglich. Zuversicht sei anstelle von Angst angebracht. Am Festgottesdienst wirkten Andrea Engel-Benz und Ruth Schumann mit. Unter der Leitung von Friedemann Johannes Wieland musizierten der Jugendchor der Münsterkantorei und Mitglieder des Philharmonischen Orchesters Ulm. Andreas Weil spielte Chor-, Ivo Sauter Hauptorgel.