Die Schäden an der Beringerbrücke sind so gravierend, dass die Stadtverwaltung die Nutzung weiter einschränkt. Fußgänger und Radfahrer dürfen zwar weiter über die Brücke, aber nicht mehr auf die Fahrbahn. Für den Autoverkehr ist die Brücke von der Blaubeurer Straße über die Bahngleise Richtung Eselsberg schon seit Oktober 2017 gesperrt.

Eine erneute Prüfung des Bauwerks hat nun ergeben, dass sich der Zustand weiter verschlechtert hat. Es sei nicht mehr zu verantworten, die Fahrbahn zu betreten, sagt Roswitha Schömig, Fachgebietsleiterin für Brückenbau bei der Stadt Ulm. Die Verkehrsabteilung wird alles dafür tun, dass niemand mehr auf die Fahrbahn kommt. „Wir sperren hinten, vorn und an den Seiten am Fachwerk ab“, sagt Schömig. Und zwar so, dass keiner mehr durchschlüpfen kann, „es sei denn, er schneidet sich mit dem Bolzenschneider durch“. Der Fußweg auf der westlichen Seite der Brücke bleibe aber offen. Allerdings ist er so schmal, dass Radler absteigen müssen.

Denkmalschutz aufgehoben

Die Fachabteilung werde demnächst die Fahrbahn  an mehreren Stellen öffnen und den Zustand der Beringerbrücke weiter prüfen. Wie es generell weitergeht, ist offen. Der Denkmalschutz ist aufgehoben, sie darf also abgerissen werden. In der Diskussion sind aber auch verschiedene Sanierungs- oder Neubauvarianten. Auch ein ersatzloser Abbruch ist möglich.

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