Sedelhöfe Zusätzliche Tiefgaragenplätze verzögern Baustart für Sedelhöfe bis Herbst

Ulm - Baustelle Sedelhöfe
Ulm - Baustelle Sedelhöfe © Foto: Honorarfrei (Matthias Kessler)
Ulm / HANS-ULI THIERER 18.04.2016
Teuer und zeitaufwendig: Mit diesen beiden Worten ist beschrieben, was der Ulmer Wunsch nach einer größeren Tiefgarage beim Projekt Sedelhöfe nach sich zieht. Nämlich einen verzögerten Baustart.
„Qualität geht hier eindeutig vor Geschwindigkeit.“ Sagt Gunter Czisch. Neue Verzögerungen beim Sedelhöfe-Bauvorhaben (siehe Info-Kasten) sieht der Ulmer Oberbürgermeister ebenso gelassen wie Lothar Schubert, Chef des Investors DC Commercial/DC Values. „Wir bauen für 80 bis 100 Jahre. Was sind da ein paar Wochen?“

Mit Qualitätssicherung meint Czisch das laut Schubert inzwischen so gut wie abgeschlossene Abarbeiten sich auftürmender planerischer und juristischer Details, mit denen das so genannte Closing vorbereitet worden ist. Das ist der Tag, an dem das Grundstück zu exakt formulierten Baubedingungen und genauem Preis – Größenordnung an die 30 Millionen Euro – von der Stadt Ulm an den Investor DC Commercial/DC Values übergeht.

Für Aufschub hat ein Wunsch des Gemeinderats gesorgt: Die Tiefgarage am Sedelhof soll nicht nur der Ersatz sein für die 500 Stellplätze in der alten Sedelhof-Tiefgarage. Vielmehr sollen in einem weiteren, einem dritten Parkdeck nochmals 200 zusätzliche Stellplätze entstehen.

Das warf, ehe die Baugrube ausgehoben werden kann, erhebliche Verwerfungen gegenüber der bisherigen Planung auf. Denn, sagt Czisch, neben der Statik, die neu zu berechnen war, „kommen wir auf Fels“. Stadt und Investor wollten auf jeden Fall Planungs- und Finanzierungssicherheit.

Klar ist: Die zusätzlichen Stellplätze muss die Stadt finanzieren. Bislang wird mit Kosten bis zehn Millionen Euro gerechnet. Sollte das schwierige Terrain höheren Finanzaufwand erfordern, will Czisch erneut vor den Gemeinderat gehen.

Lothar Schubert lobt die Zusammenarbeit mit der Stadt. „Es gibt bisher keinen einzigen Punkt, den wir nicht hätten gemeinsam lösen können.“ Er sei optimistisch, dass der Ulmer Gemeinderat in der Juni-Sitzung dem städtebaulichen Vertrag und dem Closing zustimmen könne. Und: „Wir gehen davon aus, dass wir deutlich, deutlich in diesem Jahr anfangen zu bauen.“

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