Kommentar Entscheidung über die Sportprojekte: Zeit, dass sich was dreht

Harald John
Harald John © Foto: privat
Ulm / Harald John 12.06.2018
Bei Ulms Sportprojekten stehen wichtigen Entscheidungen an. Zu lange wurden Investitionen verschoben, nun ist es Zeit, dass sich was dreht, meint Harald John.

Sportlich gesehen könnte es eine richtig gute Woche für Ulm werden, und das liegt nicht nur am Superlos der Spatzen gegen Pokalsieger Eintracht Frankfurt. Nach Monaten scheinbaren Stillstands geht es vorwärts bei den Großprojekten. Hinter den Kulissen wurde emsig beraten, offenbar auch Überzeugungsarbeit geleistet. Ob diese fruchtet, wird sich in der Debatte zeigen: Folgen die Gemeinderäte der Argumentation der Stadt, dass die Bauvorhaben des SSV Ulm und der TSG Söflingen wegen des überragenden Interesses für die Stadt förderungswürdig sind und nicht gedeckelt werden?

Einig sind sich alle, dass Investitionen in den Sport zu lange unterblieben sind und der Nachholbedarf immens ist. Um Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen, wird die Stadtspitze nicht müde zu betonen, dass für die kleinen Vereine dank neuer Sportförderrichtlinien ohnehin gesorgt ist.

In Anlehnung an die Kampagne der Basketballer aus dem vergangenen Jahr könnte man die kommenden Wochen vor den Ferien mit dem Slogan „Butter bei die Fische“ überschreiben. Denn auch beim Orange Campus wird es langsam spannend. Hat der Verein seine Hausaufgaben gemacht? Kann das ehrgeizige Projekt also mit einjähriger Verzögerung starten? In diesen sportlichen Zeiten könnte man an Grönemeyers WM-Hymne erinnern: Zeit, dass sich was dreht.