Ulm Wunsch und Wirklichkeit

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Autorenfoto © Foto: Könneke Volkmar
Ulm / Chirin Kolb 13.02.2018

Kaum ein Quartier in Ulm wird sich in den nächsten Jahren so sehr verändern wie das Dichterviertel. Es ist Sanierungsgebiet, was Grundstückseigentümern bei Investitionen lukrative Zuschüsse bringt. Mit der städtebaulichen Neuordnung rund um den Bahnhof, der Neubaustrecke und dem Pendlerparkhaus in der Schillerstraße wird das Dichterviertel eine neue Bedeutung bekommen und noch stärker innerstädtisch geprägt werden – und das heißt auch: höhere und dichtere Bebauung. Da ist es sinnvoll, dass die Stadt einen Rahmen vorgibt.

Das Gestaltungshandbuch für den öffentlichen Raum ergänzt den städtebaulichen Rahmenplan sehr gut. Das Quartier hat eine Aufwertung auch dringend nötig. Ob Blau oder Grün: An vielen Stellen gibt es Verbesserungsbedarf. Ginge es nach dem Konzept des Berliner Büros bbzl, wäre das Dichterviertel in ein paar Jahren ein innenstädtisches Quartier, in dem man sich gern aufhält.

Wie weit die Wirklichkeit später mit den Rahmenplänen übereinstimmen wird, ist von vielen Unwägbarkeiten abhängig. In erster Linie von Grundstückseigentümern. Wenn sie nicht investieren, bleibt alles beim Alten. Immerhin: Die Gestaltung des öffentlichen Raums hat die Stadt selbst in der Hand.