Wohnen Neubau im Dichterviertel: Wohnungen und Hotel im Zeitplan

Am Wohn- und Hotelprojekt der Firma Pro Invest im Dichterviertel gehen die Bauarbeiten zeitplangemäß weiter – auch wenn noch Schnee liegt.
Am Wohn- und Hotelprojekt der Firma Pro Invest im Dichterviertel gehen die Bauarbeiten zeitplangemäß weiter – auch wenn noch Schnee liegt. © Foto: Pro Invest
Ulm / cik 26.01.2017

Zwar liegt eine dünne Schneeschicht auf der Baustelle, die Bauarbeiten auf dem ehemaligen Wagner-und-Hefele-Gelände im Ulmer Dichterviertel gehen aber weiter. „Wir liegen im Zeitplan“, teilt Rainer Staiger mit, der Geschäftsführer des Investors Pro Invest. Einer geplanten Fertigstellung im Frühjahr 2018 stehe momentan nichts im Weg. Zum gesamten Bauvorhaben gehören 179 öffentliche und private Tiefgaragen-Stellplätze. Das Investitionsvolumen gibt Staiger mit mehr als 50 Millionen Euro an.

Auf dem Grundstück in der Nähe des Blaubeurer Rings entstehen 74 Wohnungen und am Hindenburgring ein Vier-Sterne-Hotel mit 148 Zimmern. Die Bauarbeiten für das innerstädtische Wohnquartier haben Anfang 2016 begonnen. Die innenstadtnahe Lage, die kurzen Wege in die Fußgängerzone, zum Haupt- und Busbahnhof sowie „die grüne Lunge an der Blau“ haben laut Staiger bereits viele Interessenten angesprochen.

Teil bereits verkauft

So sei der „Domus in medio“ genannte Bauabschnitt mit 19 Wohnungen sowie Büro- und Dienstleistungsfläche bereits vollständig an einen institutionellen Anleger verkauft. Die gewerblichen Flächen werden vermietet und könnten noch an die Bedürfnisse der Nutzer angepasst werden, teilt Staiger mit.

Im Abschnitt „Poeta“ entstehen 32 hochwertige Zwei- bis Vierzimmer-Wohnungen. Die „parzellenscharfe Trennung“ des Gebäudes lasse es jedoch wie drei unterschiedlich anmutende Einzelgebäude aussehen. In diesem Abschnitt seien noch wenige Wohnungen frei.

In einem weiteren Gebäude, „Lyrika“ genannt, habe sich Pro Invest freiwillig verpflichtet, 20 Mietwohnungen nach den Richtlinien der Stadt Ulm für preisgünstigen Wohnraum zu errichten. Für Staiger ist das eine Verpflichtung, der ein Investor „in der heutigen Zeit aus sozialen Überlegungen heraus und aus eigenem Antrieb einfach nachkommen muss“. Der Verkaufsstart für „Lyrika“ erfolgte bereits im vergangenen Jahr und „erfreut sich guten Zuspruchs“.

Entlang des Hindenburgrings entsteht „als neues Gesicht“ für das Dichterviertel ein Vier-Sterne-Hotel der Fattal-Gruppe, die es als „Leonardo Royal“-Hotel mit 148 Zimmern betreiben werde. Im Frühjahr 2018 sollen die ersten Gäste einchecken können. Das Hotel verfügt über ein eigenes Restaurant, fünf Konferenzräume und einen Tagungsraum. Über dem Hotel wird es auch noch Büroflächen geben. Der Veranstaltungsraum soll nicht nur Hotel- und Büronutzern zur Verfügung stehen, sondern auch beispielsweise für Feste vermietet werden.

Über den Jahreswechsel kam es auf diesem Teil der Baustelle wegen einer im Grundstück liegenden Fernwärmeleitung zu Verzögerungen, berichtet Staiger. Sie konnte „dank des unermüdlichen Einsatzes aller Projektbeteiligten“ und des Bauunternehmens Leonhard Weiss wieder aufgeholt werden.

Derzeit laufen die Rohbauarbeiten im ersten Obergeschoss laut Pro Invest auf Hochtouren. Der Baufortschritt kann jederzeit auf der Baustellenkamera des Investors unter dichterviertel-ulm.de verfolgt werden.

Rainer Staiger ist derzeit bereits in Gesprächen mit der Stadt Ulm über einen zweiten Bauabschnitt. Nutzungsanfragen liegen offenbar bereits vor. Für Staiger eine gute Entwicklung: „Das Dichterviertel bleibt unverändert im Fokus von Eigennutzern, Privat- und Großinvestoren“, sagt er. „Mit Spannung kann die Weiterentwicklung des neuen, Ulm prägenden Wohnquartiers erwartet werden.“

Das Sanierungsgebiet Dichterviertel

Strukturwandel Das Dichterviertel, benannt nach den Straßennamen im Gebiet, grenzt im Ulmer Westen an den Hauptbahnhof an. Weil es nach Auffassung der Stadt erhebliche städtebauliche Missstände aufweist, ist das Quartier seit 2011 Sanierungsgebiet. Ziel ist es, das Viertel zu einem attraktiven innerstädtischen Quartier umzuwandeln. Es soll künftig eine Mischung aus Wohnen, Dienstleistung und Büros geben. Die Stadt möchte den Anteil von Gewerbe verringern.

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