Die Stadt Ulm wird ihren Parkplatz für Wohnmobile in der Friedrichsau, nahe dem Gefängnis, nicht länger halten können. Der Grund: Er liegt mitten in der Umweltzone. Sollte diese im nächsten Jahr weiter verschärft werden, könnten Touristen wegbleiben. Die Hälfe aller Busse und Wohnmobile verfügten nicht über die dann vielleicht geforderte grüne Plakette.

Das hat UNT-Chef Wolfgang Dietrich in der Jahrespressekonferenz angedeutet - und erklärt, dass es mit Neu-Ulm erste Gespräche über die Nutzung eines Geländes in der Nähe des Donaubads gibt. "Wir steigen jetzt in die Planungsphase ein", lehnte sich Dietrich weit aus dem Fenster, ohne den Ort zu bezeichnen. Bei dem Gelände handelt es sich wohl um die ungenutzte Goldochsenwiese, die die Stadt für eine jährliche Miete in Höhe von 60 000 Euro gepachtet hat.

OB Gerold Noerenberg war unlängst mit seinem Vorschlag gescheitert, diese Wiese 2017 zum neuen Verkehrsübungsplatz auszubauen. Die Mehrzahl der Stadträte versagten ihm die Gefolgschaft. Worauf SPD-Stadtrat Alfred Westermayer einen Antrag formulierte: Falls es mit dem Verkehrsübungsplatz nicht klappt, könnte man dort 20 bis 25 Parkplätze für Kurzzeitcamper anlegen. Die Rede ist also nicht von einem Campingplatz, den ein Landwirt nicht weit davon entfernt errichten wollte. Aber auch diese Pläne waren vor Jahren nicht weiter verfolgt worden.

Westermeyer präsentierte in seinem Antrag konkrete Vorstellungen: Auf der Wiese könnte eine O-förmige, 5,5 Meter breite Straße angelegt werden, die Wohnmobile könnten auf Rasengitter-Stellpätzen parken, jeder Parkplatz sollte einen Frischwasser- und Stromanschluss erhalten. Duschen und Toilettenbenutzung könnte man mit dem Wonnemar regeln, vielleicht lasse es sich sogar als Betreiber für den Parkplatz gewinnen. "So dürften sich die Herstellungkosten in einem vertretbaren Rahmen halten", schrieb Westermeyer an den OB. Der hat sich dazu nicht geäußert. Am 18. April steht das Thema im Stadtentwicklungs-Ausschuss an.

Bei dem Parkplatz für Wohnmobile, so die Hoffnungen auf Neu-Ulmer Seite, sollte sich auch die Stadt Ulm finanziell beteiligen - sowohl beim Schaffen der Infrastruktur wie auch beim Bezahlen der Pacht.