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Rekorde bei Liqui Moly

Der Ulmer Schmierstoff-Hersteller Liqui Moly hat nach dem Monat März im April erneut einen Rekord-Umsatz erzielt: mit rund 45 Millionen Euro. Es handle sich um den besten Umsatz seit der Firmengründung. Dazu Geschäftsführer Ernst Prost: "Wir verlassen uns nicht auf einen starken Endspurt, sondern treten seit Januar kräftig aufs Gaspedal." Das Umsatzziel für 2016 wurde auf eine halbe Milliarde Euro angehoben. Der neue Umsatzlevel ist auch vor dem Hintergrund des Frühjahrsgeschäfts zu sehen, in dem viele Motorräder, aber auch Old- und Youngtimer, aus der Garage geholt werden. Gegenläufig ist der Trend beim Ölpreis, verbunden mit Preiskämpfen. Prost: "Wir bieten dem Preiskrieg bislang mit höchster Produktqualität, Service, technischen Problemlösungen und persönlicher Betreuung die Stirn." Liqui Moly war zuletzt auch in China erfolgreich und hat den Umsatz im ersten Quartal um 140 Prozent gesteigert. Die Ulmer Marke wurde bei einer Online-Abstimmung zu beliebtesten Marke in China vor heimischen Motorölen gewählt und ließ 28 andere Produkte hinter sich. Dazu Robert Niegel, der für das China-Geschäft zuständig ist: "Eine solche Auszeichnung haben wir in China noch nie erhalten." Mit Blick auf den Export hat Liqui Moly nun auch in Tadschikistan erstmals acht Azubis zu Kfz-Fachkräften ausgebildet, mit der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ). Anlass war die fehlende berufliche Ausbildung für Mechatroniker, so dass Liqui Moly mit der GIZ im Rahmen der Entwicklungshilfe ein Basis-Ausbildungsprogramm entwickelt hat.

Cluster mit 44 Mitgliedern

Wie eine ausgefahrene Feuerwehr-Drehleiter 68 Metern noch stabil manövriert werden kann, war das zentrale Technologie-Thema bei der Jahresversammlung des Clusters Nutzfahrzeuge Schwaben (CNS). Gastgeber war dabei der Hersteller von Brandschutz-Fahrzeugen Magirus im Donautal. Dort wurde den Teilnehmern der Veranstaltung das elektronisches Stabilisierungssystem für Feuerwehr-Drehleitern präsentiert. Bei den Regularien der Versammlung berichtete Vorstandsvorsitzender Jürgen Fischer von einer stabilen Mitgliederbasis und einem gut geführten Haushalt. Im Zuge weiterer Neueintritte hat sich die Mitgliederzahl im Cluster auf 44 erhöht. Das Herzstück der CNS-Aktivitäten sind fachorientierte Arbeitskreise. Mitarbeiter der Mitgliedsfirmen informieren sich über neue technologische Entwicklungen und haben die Möglichkeit, an gemeinsamen Projekten zu arbeiten. Dafür gibt es Unterstützung seitens der Uni Ulm sowie den Hochschulen Ulm und Neu-Ulm. Mit Unterstützung der Hochschule Neu-Ulm bietet der CNS ab Jahresmitte nun einen weiteren Arbeitskreis zur digitalen Transformation an.

Gesund zur Arbeit

Neu-Ulm - Der Neu-Ulmer Dichtungshersteller Reinz mit rund 1000 Mitarbeitern im Steinhäule hat die AOK-Gesundheitsaktion "Mit dem Rad zur Arbeit" wieder aufgelegt, die seit mehr als zehn Jahren zwischen Mai und Ende August läuft. Innerhalb von zwei Tagen gab es dazu schon 80 Anmeldungen. Dabei kann man auch interessante Preise gewinnen.

Preis für Winterhoff

Das Restrukturierungsteam der Winterhoff Rechtsanwalts GmbH ist Preisträger einer erstmals vergebenen hochkarätigen Auszeichnung für Restrukturierungsleistungen. Eine internationale Jury hat demnach den besten Turnaround national und international, das erfolgreichste Team und den innovativsten Deal ausgezeichnet. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, wurde die Winterhoff-Methode als Sanierungsweg mit Modellcharakter für Firmenrettungen unter dem Schutzschirm (ESUG, Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen) bewertet. Dabei ging es um die Sanierung eines familiengeführten Konzerns im Maschinen- und Anlagenbau. Der von Winterhoff gewählte Sanierungsansatz ermöglichte den Angaben zufolge eine nahezu geräuschlose Umsetzung (Silent Restructuring). Der Preis wurde in Frankfurt verliehen. Dabei sagte Jury-Mitglied Christopher Seagon, auch Partner der Kanzlei Wellensiek: "Das Verfahren ist ein Musterbeispiel einer erfolgreichen ESUG-Sanierung. Es zeigt, welches Potenzial unser bestehendes Insolvenzrecht zur Unternehmensrettung bietet." Erfolgsentscheidend war nach Darstellung von Winterhoff der Wechsel aus der Rolle des Sanierungsberaters zum Geschäftsführer. Von dort stellte Winterhoff ein neues Unternehmenskonzept auf. Nach neun Monaten war die Sanierung über die Bühne. Dazu heißt es in der Mitteilung: "Die weit überdurchschnittliche Quote von über 70 Prozent und der nachhaltige Erhalt des Familienkonzerns als Ganzes ist der Erfolg unseres konsequent verfolgten Silent-Restructuring-Ansatzes."