Bei unserem nächtlichen Besuch im Druckhaus Ulm-Oberschwaben erfuhren wir, die Klasse 9a des Albert-Einstein-Gymnasiums, allerhand Faszinierendes rund um die Produktion unserer Zeitung:

 

Papierlager Hier lagern über 400 Tonnen Papier. Dies reicht für rund 17 Tage aus. Wichtig für die Produktion ist vor allem die Qualität des Papiers, da es in der Druckmaschine auf keinen Fall reißen darf. Dies würde einen Zeitverlust von mindestens 15 Minuten bedeuten. Die großen Papierrollen bestehen oft aus recyceltem Papier, da man das Papier bis zu fünfmal wiederverwenden kann. Dadurch wird der Druck einer Zeitung sehr nachhaltig.

 

Farbe Schwarz und die Grundfarben Cyan, Magenta und Gelb reichen aus, um alle nötigen Farben der Zeitung zu drucken. Hierbei benötigt man etwa sieben Gramm schwarze Farbe pro Zeitung. Der Jahresverbrauch an schwarzer Farbe liegt bei 300 Tonnen.

 

Maschinen Zwei Maschinen sind für den Druck unserer Zeitung verantwortlich. Jede Maschine ist zwölf Meter hoch, wiegt 200 Tonnen, hat 25 Motoren und verbraucht im Monat 41 Kilowattstunden Strom. Die Druckplatten werden zunächst von einem mechanischen Arm in die Druckmaschine eingespannt, bevor dann 50 000 Zeitungsexemplare in einer Stunde gedruckt werden.

 

Kosten Die Zeitungsproduktion ist gar nicht so billig, wie die meisten denken. Allein eine Papierrolle kostet 500 Euro. Das Druckhaus muss also ganz schön tief in die Tasche greifen, wenn pro Tag 140 000 Zeitungen gedruckt werden sollen. Dazu kommen noch andere Kosten: Druckerfarbe, Lohn für die Angestellten, Anschaffungskosten für die riesigen Maschinen.

 

Automatisierung Beim Zeitungsdruck wird nur noch wenig von Hand gemacht. Im Druckhaus Ulm-Oberschwaben arbeiten deshalb nur noch 70 Mitarbeiter. Die Druckplatten für die Zeitung werden von einem Mitarbeiter in der richtigen Reihenfolge in eine Vorrichtung gelegt, die Papierrollen werden mithilfe eines Schlittens von Hand für den Druck vorbereitet, die Qualitätskontrolle wird von Mitarbeitern durchgeführt und die Zeitungspakete werden durch menschliche Kraft in die Transporter geladen – alle anderen Arbeitsschritte werden von Maschinen übernommen.

 

Versand Beeindruckend, dass bei diesem Tempo am Ende alle Zeitungen geordnet im Fahrzeug liegen. Zwischen den einzelnen Stationen, bei denen die Zeitungen für den Transport fertig gemacht werden, werden die Zeitungen an einem Fließband mit Klemmen durch die Luft befördert. Die Maschinen legen die Zeitungen ineinander, stapeln sie und packen sie ein. Die fertigen Produkte werden von Menschenhand in 40 Sprinter verladen. Nur wenig später liegen die Zeitungen vor unseren Haustüren.