Exkursion Wir lesen: Einblicke ins Bundeswehr-Krankenhaus

Die Auszubildenden sahen sich viele Untersuchungen an.
Die Auszubildenden sahen sich viele Untersuchungen an. © Foto: Schule
Ulm / Sarah Aschmer, Yasemin Sapan 10.09.2018

Wir, die angehenden Medizinischen Fachangestellten der Klasse G2MF3 aus der Ferdinand-von-Steinbeis Schule in Ulm, bekamen vor kurzem die Möglichkeit, gemeinsam mit unserer Klassenlehrerin Verena Griesinger das Bundeswehrkrankenhaus in Ulm zu besuchen.

Einleitend bekamen wir vom Oberfeldarzt Dr. med. Bernd Kühlmuß (Oberarzt, Abteilung Kardiologie) eine informative Vorstellung über die Organisation des Bundeswehrkrankenhauses. Die weiteren Details erhielten wir von Dr. Andrés, der für uns verschiedene kardiologische Stationen vorbereitet hatte.

Herz und Lunge testen

Als erstes wurde uns die Ergometrie genauer erklärt. Dies ist ein gängiges Verfahren, um Herzerkrankungen zu diagnostizieren oder die Belastbarkeit eines Patienten festzustellen. Auch eine Lungenfunktionsuntersuchung wurde uns vorgeführt, wodurch man erkennen kann, wie leistungsfähig die Lunge ist und wie viel Luft ein Mensch ein- und wieder ausatmen kann. Wir durften diese Untersuchung auch selbst durchführen. Dabei mussten wir in einem Glaskasten sitzen, mit dem Mund ein Mundstück umschließen, die Nase wurde mit einer Nasenklammer zugedrückt. Zuerst sollten wir normal ein- und ausatmen, dann einmal ganz tief Luft holen und wieder fest ausatmen. Zum Glück fielen die Untersuchungen bei allen in unserer Klasse gut aus.

Als nächstes führten wir eine Kipp-Tisch-Untersuchung durch. Das ist eine Simulation des Aufstehens aus dem Liegen. So genannte Synkopen, kurz dauernde Bewusstseinsverluste, können unter kontrollierten Bedingungen provoziert und so nachgewiesen werden. Die Untersuchung dauert mindestens 45 Minuten.

Ein weiterer wichtiger Untersuchungsbereich der Kardiologie ist natürlich noch das Elektrokardiogramm (EKG). Hierbei gibt es drei Untersuchungsmethoden: Ruhe-EKG, Belastungs-EKG und das Langzeit-EKG. Diese Untersuchungen zeichnen die Summe der elektrischen Aktivitäten aller Herzmuskelfasern mittels eines Elektrokardiographen auf. Ebenso wurde uns eine Echokardiographie, eine Ultraschalluntersuchung des Herzens, durch die man krankhafte Veränderungen am Herzen erkennen kann, gezeigt. Diese Untersuchung muss ein Arzt durchführen.

Der Höhepunkt unserer Exkursion fand im Herzkatheterlabor statt. Hier werden die Herzkranzgefäße eines Patienten beurteilt und bei einer Verengung kann ein Stent eingesetzt werden. Sehr anschaulich demonstrierte uns das kardiologische Team, wie die Untersuchung abläuft.

Der Tag im Bundeswehrkrankenhaus war für uns eine sehr interessante und lehrreiche Exkursion. Wir bedanken uns bei den Ärzten und den Medizinischen Fachangestellten dafür, dass sie für uns so viele interessante Stationen vorbereitet haben und sich so viel Zeit genommen haben.

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