Suchmaschine Nebel, Münster und Einstein: Antworten auf Google-Fragen für Ulm

Das Ulmer Münster im Nebel: Wir beantworten häufige Fragen rund um Ulm.
Das Ulmer Münster im Nebel: Wir beantworten häufige Fragen rund um Ulm. © Foto: Volkmar Könneke/swp
Ulm / rei 05.09.2018
Warum ist Ulm so neblig? Und warum ist das Münster eigentlich kein Dom? Wir beantworten die häufigsten Google-Suchanfragen rund um Ulm und die Donau.

Tippt man in die Google-Suche einige Stichworte ein, spuckt die Suchmaschine automatisch Vorschläge aus, die häufig zu diesem Thema gesucht werden. Rund um Ulm geht es da zum Beispiel um das Münster oder den immerwährenden Nebel in Ulm. Wir beantworten hier die häufigsten Google-Suchanfragen rund um Ulm kurz und knapp.

Warum ist Ulm so neblig?

Oft tagelang verschwindet Ulm im Herbst unter einer dicken Nebeldecke, die das Münster, die Altstadt und die Donau unter sich begräbt. Mit diesem Phänomen beschäftigte sich unter anderem auch das Azubiprojekt „Ulm mit allen Sinnen“ der SÜDWEST PRESSE und fragte bei ARD-Wetterexperte Sven Plöger nach. „Ulm liegt eingepfercht zwischen der Alb, der Donau und den Hügeln um die Stadt“, erklärte der Wetterexperte.
Im Detail verhält es sich so: Wenn eine ruhige Hochdrucklage über Ulm herrscht, bewegt sich die Luft sehr wenig. Zwar lösen dann die Sonnenstrahlen von oben den Nebel langsam auf. Doch dies gestaltet sich gerade in Ulm schwierig, da hier aus der Donau die Nebelluft von unten ständig mit neuer Feuchtigkeit versorgt wird und der Nebel deswegen hartnäckig bleibt.
Für die Vorhersage, ob sich der Nebel in Ulm nun den ganzen Tag hält oder doch noch auflöst, hatte Plöger einen speziellen Tipp: „Ist das Münster vollständig zu sehen, und der graue Himmel ohne Strukturen, bleibt es oft den ganzen Tag trüb“, sagte er. Dann sei die Nebelschicht zu dick und zu hoch. „Liegt das Münster hingegen weit unten im Nebel und die Spitze verschwindet völlig, besteht zumindest Aussicht auf Besserung“, sagte er.
Die Erklärung: Dann ist die Nebelschicht meist dünner und die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Sonne durchsetzt, steigt.

Hier eine Übersicht, welche Begriffe im Zusammenhang mit „Ulm“ bei der Google-Suche eingegeben werden:

Warum ist das Ulmer Münster kein Dom?

Münster-Dekan Ernst-Wilhelm Gohl hat auf diese Frage eine kurze und knappe Antwort: „Weil im süddeutschen Raum große Hallenkirchen Münster genannt werden“, sagte er. Hinter dieser Bezeichnung stecke kein tieferer Sinn.
Das heißt auch: Demnach ist es falsch, dass eine Kirche immer dann Dom genannt wird, wenn sie ein Bischofssitz ist. Ein Beispiel: Das Freiburger Münster ist laut Gohl ein Bischofssitz, und wird aber trotzdem nicht Dom genannt. Auch hat die Bezeichnung Dom oder Münster nichts mit der Konfession zu tun – der Berliner Dom etwa sei evangelisch, genauso wie das Ulmer Münster.

Wer ist in Ulm geboren?

Natürlich sind eine Menge Menschen in Ulm geboren. Vermutlich zielt diese Frage jedoch auf Berühmtheiten ab, und hier hat Ulm einiges zu bieten:

Klar, dass Albert Einstein, der wohl berühmteste Sohn Ulms, an erster Stelle steht. Er wurde am 14. März 1879 in Ulm geboren und verbrachte die ersten 15 Monate seines Lebens in der Donaustadt.
Aber nach Angaben der Tourist-Information Ulm/Neu-Ulm wurden auch die berühmte Charakterschauspielerin Hildegard Knef, die Fußballbrüder Uli und Dieter Hoeneß sowie der Comedian und Schauspieler Mike Krüger in Ulm geboren.
Im benachbarten Neu-Ulm erblickten unter anderem der Kabarettist Harald Schmid oder der Maler und Bildhauer Edwin Scharff das Licht der Welt.

Auch rund um die Donau stellen sich die Google-Nutzer viele Fragen, von denen wir die häufigsten kurz beantworten:

Warum ist die Donau weiblich?

Im Deutschen gibt es keine einheitliche Regel für das Geschlecht von Flüssen, unabhängig von ihrer Größe können sie sowohl weiblich (die Elbe, die Mosel) als auch männlich sein (der Rhein, der Lech). Für das grammatikalische Geschlecht liegt nach einem Bericht des Spiegel der Ursprung meist weit in der Vergangenheit und ist nur schwer nachzuvollziehen.
Der Name der Donau geht etwa auf das indogermanische Wort „danu“ zurück, das „fließendes Gewässer“ bedeutet. Im Lateinischen war die Donau noch männlich (Danuvius), bei den Germanen wurde sie durch die Verschmelzung mit der Endung „-owe“ oder „-ouwe“ weiblich.

Warum ist die Donau ein bedeutsamer Schiffahrtsweg?

Die Donau ist mit ihren fast 3000 Kilometern Länge nach der Wolga der zweitlängste Fluss in Europa und durchfließt auf ihrem Weg vom Schwarzwald aus zehn Länder, bis sie in das Schwarze Meer mündet.

Die Donau ist damit auch eine der ältesten und wichtigsten Handelsrouten in Europa. Von Ulm aus wurden nach Angaben der Gesellschaft der Donaufreunde spätestens seit dem 12. Jahrhundert Personen und Waren auf der Donau flussabwärts transportiert. Heute fahren auf der Donau Ausflugsschiffe, Frachtschiffe, Motorboote und viele weitere Schiffe.

Natürlich werden bei Google sicher noch andere Fakten über Ulm gesucht. Dies aber waren die gängigsten.

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