Sommerzeit - Winterzeit. Es ist Jahr für Jahr dasselbe Spiel. Und wie jedes Jahr fragen wir uns: Werden bei der jeweiligen Zeitumstellung die Uhren vor- oder zurückgestellt?

Zeitumstellung in der Nacht auf Sonntag

Die Umstellung auf Winterzeit erfolgt in diesem Jahr am Sonntag, den 27. Oktober 2019. Um drei Uhr in der Nacht werden die Uhren um eine Stunde auf zwei Uhr zurückgestellt. Somit wird im Prinzip die Nacht verlängert und uns eine Stunde „geschenkt“. Am Nachmittag wird es zwar früher dunkel, morgens aber auch früher hell. Doch wie können wir uns jetzt merken, dass die Uhren eine Stunde zurückgestellt werden?

So werden die Uhren bei der Zeitumstellung gestellt – Eselsbrücken:

Jeder kennt es: Man weiß, dass die Uhren umgestellt werden müssen. Doch ob vor oder zurück können sich nur die Wenigsten merken.

Mit diesen Eselsbrücken könnt ihr euch ab sofort merken, ob ihr die Uhren vor- oder zurückstellen müsst:

Im Frühjahr stellt man die Gartenmöbel vor die Tür - Bei der Umstellung auf Sommerzeit stellt ihr die Uhren also vor.

Im Herbst stellt man die Gartenmöbel zurück in den Schuppen - Bei der Umstellung auf Winterzeit stellt ihr die Uhren also zurück.

Es gibt noch einige weitere Eselsbrücken, falls euch das noch nicht reicht:

● Im Winter fliegen die Vögel zurück in den Süden.

● Oder als Reim: Im Winter stellt man die Uhr hinter.

● Der Winter ist kalt und die Temperaturen sind im Minus-Bereich. Der Sommer ist warm und die Temperaturen wieder im Plus-Bereich.

Warum gibt es die Zeitumstellung überhaupt?

Die Grundidee war ursprünglich, Energie einzusparen. Da es durch die Umstellung abends länger hell bleibt, hat man angenommen, dass somit weniger Strom für Licht verbraucht wird. Das Problem dabei: Die Zeitumstellung erreicht das Ziel der Energieeinsparung nicht. Ganz im Gegenteil. Der Energieverbrauch steigt sogar, da morgens mehr geheizt werden muss.

Das hat nun auch die Politik erkannt. Die EU-Kommission und das Europaparlament planen die Zeitumstellung im Jahr 2021 abzuschaffen. Doch bislang fehlt noch eine mehrheitliche Einigung der EU-Staaten.

Kritik: Mehr Unfälle durch Zeitumstellung

Der Regensburger Schlafforscher Professor Jürgen Zulley kritisiert die Zeitumstellung: „Es ist so eine Art Mini-Jetlag. Jeder Mensch hat einen biologischen Rhythmus, von dem er nicht so einfach abweichen kann.“ Der Experte ist sich sicher: „Wir müssen davon ausgehen, dass wir zumindest für ein, zwei Tage nicht im richtigen Takt leben.“

Neben Jürgen Zulley kritisieren weitere Schlafforscher die Zeitumstellung und warnen davor, die Umstellung auf die leichte Schulter zu nehmen. Die veränderte Uhrzeit führe zu rund acht Prozent mehr Verkehrsunfällen.

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