Ulm / swp  Uhr

„Mit zwei Linien ist Ulm gut abgedeckt.“ So sieht Baubürgermeister Tim von Winning die Zukunft der Straßenbahn in Ulm, wie er jetzt beim VDI-Forum „Technik und Gesellschaft“ sagte. Dessen Leiter Prof. Manfred Wehrheim (Hochschule Ulm) hatte nach einer möglichen dritten Straßenbahnlinie gefragt, wozu von Winning konkretisierte, Verlängerungen zu neuen Wohn- oder Mischgebieten seien freilich nicht ausgeschlossen.

Das Forum eröffnet im Herbst die Hochschulvortragsreihe der Bezirksgruppe Donau-Iller der Ingenieure. Schwerpunkte sind innovative Technik kombiniert mit sozialpolitischen Aspekten. Das lief diesmal auf die neue Straßenbahnlinie 2 hinaus, die Ulm entscheidend prägen und verändern werde, wie deutlich wurde. Der Baubürgermeister sprach von guten Voraussetzungen für die Wirtschaflichkeit, die Strecke liegt am großen Schulzentrum, am Airbus-Werk, alten und neuen Wohngebieten sowie der Wissenschaftsstadt, die um die Straßenbahnachse herum noch eine Menge Potenzial habe. Auch im Bereich um den Citybahnhof sieht er noch große Möglichkeiten für die Stadtentwicklung. Tatsächlich müsse entlang der Strecke noch einiges geschehen, sagte von Winning: „Sonst heißt es, die Stadt Ulm leistet es sich, Kleingärten mit der Straßenbahn zu erschließen.“

Aus technischer Sicht interessierte die Ingenieure besonders der Brückenbau für die neue Linie am Kienlesberg.