Ulm Wilken eröffnet Kongresszentrum "Ulmer Flieger" im Neubau

Das neue Kongresszentrum bietet einen freien Blick nach Süden in Richtung Stadtmitte und Münster. Sie präsentierten den Ulmer Flieger (von links): Marketingchef Tobias Heimpel, Folkert Wilken und Finanzchef Steffen Nagl. Foto: Volkmar Könneke
Das neue Kongresszentrum bietet einen freien Blick nach Süden in Richtung Stadtmitte und Münster. Sie präsentierten den Ulmer Flieger (von links): Marketingchef Tobias Heimpel, Folkert Wilken und Finanzchef Steffen Nagl. Foto: Volkmar Könneke
Ulm / FRANK KÖNIG 07.06.2013
Wer über Ulm schweben möchte, kann dies im "Ulmer Flieger" tun. Das neue Kongresszentrum von Wilken soll zur Event-Location werden. Die Software-Firma wächst weiter in beachtlichem Tempo.

Die Öffnung des Unternehmens, verstärkte Kooperation mit Partnern und Internationalisierung stehen beim Softwarehersteller Wilken oben auf der Tagesordnung. Firmenchef Folkert Wilken: "Das erweitert den Horizont." Die Wahrnehmung bei Wilken erweitert sich zudem durch das neue Bürogebäude im Hörvelsinger Weg, auf das oben noch ein eigenständiges Tagungszentrum aufgesetzt wurde: der Ulmer Flieger. Man kann ihn mieten.

Der Ulmer Flieger dürfte rasch eine angesagte Event-Location werden. Der Blick reicht über das Örlinger Tal weit in Richtung Süden. Der südlich gelegene Konferenzraum "Volterra" (alle Namen erinnern an die Toskana) ist um eine "VIP-Flieger-Lounge", eine große Sonnenterrasse und weitere Seminarräume ergänzbar. Für die Verpflegung sorgt der hauseigene Caterer Fleur de Cuisine, der zur deutschlandweit ersten Demeter-Kantine werden soll.

Das Kongresszentrum kann vollständig von den Wilken-Räumen abgetrennt werden. Folkert Wilken verspricht sich dennoch neue geschäftliche Kontakte durch künftige Tagesmieter. Jedoch können auch Privatleute den Ulmer Flieger für eine Feier buchen. Eventmanager ist Steve Hopf vom Wilken-Marketing.

Bei der Eröffnung war gestern Abend auch Oberbürgermeister Ivo Gönner mit von der Partie. Wilken hat den ursprünglichen Neubau direkt an der Nordtangente bereits um eine zweite Baustufe erweitert, die nun außerdem um eine zusätzliche Etage aufgestockt wird. Das Investitionsvolumen beträgt mehr als zehn Millionen Euro. Der erste Bauabschnitt kostet rund sieben Millionen Euro und bietet 5000 Quadratmeter für 130 Arbeitsplätze; in dem über drei Millionen Euro teuren Abschnitt zwei sind es knapp 3000 Quadratmeter für 175 Arbeitsplätze.

Basis für die Investitionen ist ein erfreuliches Wachstum. Finanzchef Steffen Nagl plant für 2013 eine Steigerung des Konzernumsatzes um 7,5 Prozent auf 56 Millionen Euro. Bis Ende April betrug der Zuwachs sogar 13 Prozent. Wilken beschäftigt 463 Mitarbeiter in sieben Firmen an fünf Standorten. Der Nachwuchs soll künftig auch aus Spanien kommen. Folkert Wilken setzt stark auf Partnerprojekte. So arbeite man mit den bayerischen Kommunen zusammen, um das IT-Konzept des Service-Centers Neue Mitte in Ulm weiter zu vermarkten.

Schwerpunkte von Wilken: Abrechnungssoftware für Stadtwerke, Krankenkassen und soziale Einrichtungen sowie Tourismuskarten. Ein Großkunde ist die Lufthansa mit ihren Kartensystemen. Wilken betreibt im Neubau auch ein umfassend zertifiziertes Rechenzentrum.

Marketingchef Tobias Heimpel nannte Wilken ein "echtes Technologieunternehmen", das in großem Stil eigene Entwicklungen für die Software-Grundlagen betreibt.