Spaß 27 Starter beim ersten Marbacher Seifenkistenrennen

Helm auf: Seifenkistenrennen in Marbach. Insgesamt 27 Rennfahrer gingen in ihren Kisten an den Start.
Helm auf: Seifenkistenrennen in Marbach. Insgesamt 27 Rennfahrer gingen in ihren Kisten an den Start. © Foto: Matthias Kessler
Marbach / Silas Kaatz 16.07.2018

„Wie ein kleines Kind vor Weihnachten habe ich mich gefreut, morgen mitzufahren“, erzählt Markus Grüner. Er ist Seifenkistenfan und musste 14 Jahre warten, ehe in Reutti-Marbach wieder ein Rennen stattfand: mit 27 Startern. Dafür hat der 40-Jährige seine 30 Jahre alte Kiste rausgesucht, abgestaubt und mit einem neuen Radsatz versehen. Seit seinem zwölften Lebensjahr ist Grüner begeisterter Rennfahrer.

Doch man musste nach Marbach nicht unbedingt eine eigene Seifenkiste mitbringen. Es gab auch zwei von Opel gesponserte Kisten zum Ausleihen. Dies tat der neunjährige Konstantin Honold, für den es sein erstes Rennen war. Er fand es besonders toll „den Berg ohne abzubremsen runter zu rasen“. Geschwindigkeitsrausch ohne Angst, dabei war er einer der jüngsten Starter.

Ab dem achten Lebensjahr war die Teilnahme gestattet. Für alle Fälle standen drei Sanitäter des Bayerischen Roten Kreuzes bereit. Zum Einsatz kamen sie glücklicherweise nicht. Dafür sorgte unter anderem Jürgen Koliba, der zweite Vorsitzende des Rallye Racing Klubs Reutti und Mitorganisator.

Probleme mit der Genehmigung

Seit Herbst plane der ganze Verein das Event, sagte der 58-Jährige. Dabei musste die eine oder andere Hürde genommen werden, wie etwa ein „600 Euro teures Gutachten für die Strecke“. Dazu kamen noch Probleme mit der Stadtverwaltung, da die Genehmigung für die Veranstaltung zuerst unklar war.

Doch schon seit letztem Jahr hatten die Seifenkistenfans begeistert an ihren Fahrzeugen geschraubt. Deswegen ließ man auch nicht locker bei der Stadt. „Eine Woche vor der Veranstaltung haben wir dann zum Glück doch noch die Genehmigung bekommen“, sagte Grüner.

Das erfreute Reutti und Umgebung, so wie die 30-jährige Andrea Stab aus Reutti. Sie hat dafür Papas Seifenkiste hergerichtet: „Wie schnell man wirklich ist, merkt man erst unten im Ziel, obwohl man mittlerweile mehr Respekt vor dem Rennen hat, als damals als Kind.“

Bei der Durchführung des Rennens half das ganze Dorf mit, ob beim Transport der Seifenkisten vom Ziel zum Start, durch einen Traktor, oder das Absperren und Absichern der Rennstrecke. „Die Anwohner freuen sich, dass wieder was los ist“, so der zweite Vorstandsvorsitzende Koliba. Auf die Frage ob man dieses Event wieder jährlich aufleben lässt, sind sich alle Beteiligten, wie auch Andrea Stab sicher: „Jedes Jahr wäre toll!“

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel