Wie die Monster ans Ulmer Münster kamen

HEP 09.02.2012

Monster? Ja, die gibt es in Ulm, jede Menge sogar. Sie zieren als Wasserspeier das Ulmer Münster. Und das hat es der in Biberach lebenden Autorin, die unter dem Pseudonym Lotte Mohn-Waldmann schreibt, angetan. "Ich liebe das Ulmer Münster", sagt sie. Und sie hat sogar eine familiäre Beziehung zu dem Sakralbau, oder besser zu dessen Turm: Der Urgroßvater ihres Mannes war einer der Fuhrleute, die Baumaterialien für den Turmbau aus dem Illertal auf die Baustelle lieferten. So hatte es zumindest der Großvater ihres Mannes immer erzählt.

Und die Monster? Die hat Lotte Mohn-Waldmann zu den Helden ihres kleinen Bandes "Die Geschichte vom kleinen Ulmer Monster" gemacht, der jetzt im Kuuuk-Verlag (ISBN 978-3-939832-41-6) erschienen ist. In ihm erzählt sie die Geschichte, wie die Steinmetze auf die Idee kamen, ihren Wasserspeiern die Fratzen von Monstern zu geben. Und will man Lotte Mohn-Waldmann glauben, dann sind das auch nicht irgendwelche Fantasie-Fratzen, sondern die genauen Porträts der Ulmer Monster. Eine munter und sehr kindgerecht erzählte Geschichte, die auch kurz genug ist, um sie vorzulesen.

Apropos Vorlesen: Damit beginnt das Ganze, denn das Kleine Ulmer Monster Nummer Zwei liebt vorgelesene Geschichten. Als die Großmutter aber keine Lust mehr hat, beschließt das Kleine Monster Nummer Zwei, Lesen zu lernen. Wie es das tut, ist auch eine pädagogische Qualität des Buches, das Lotte Mohn-Waldmann schon vor sieben Jahren geschrieben hat. Jetzt hat sie es verlegen lassen: für ihre Enkel - zum Lesen lernen.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel