Kommentar Über die Kontaktstelle Frau und Beruf: Wichtige Hilfe für viele

Vor dem Ausstieg der IHK sollte sich ein neuer Träger finden lassen. Das muss nicht die Stadt sein. Sie hat originär andere Aufgaben, meint unsere Redakteurin Chirin Kolb.
Vor dem Ausstieg der IHK sollte sich ein neuer Träger finden lassen. Das muss nicht die Stadt sein. Sie hat originär andere Aufgaben, meint unsere Redakteurin Chirin Kolb. © Foto: Volkmar Könneke
Ulm / Chirin Kolb 03.01.2019
Die Kontaktstelle Frau und Beruf ist eine wichtige Hilfe. Es sollte sich ein neuer Träger finden, meint Chirin Kolb.

Ein Kind zu bekommen, bedeutet für viele Frauen immer noch einen möglichen Karriereknick. Selbst wenn gerade gut ausgebildete Frauen ihre Familienphase mittlerweile auf ein Minimum beschränken und möglichst schnell an den Arbeitsplatz zurückkehren, stoßen sie in etlichen Betrieben auf Bedingungen, die es schwer machen, Familie und Beruf zu vereinbaren. Auch in dieser Hinsicht kann die Kontaktstelle Frau und Beruf wichtige Arbeit leisten. Sie unterstützt nicht nur Frauen, die zurück in den Job wollen. Sie versucht auch bei Unternehmen das Verständnis für ihre – im Übrigen nicht nur weiblichen – Beschäftigten mit Kindern zu fördern und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie die Betriebe ihre wertvollen Mitarbeiter halten können.

Stadt Ulm muss nicht Träger werden

Es wäre also ein Verlust, wenn es in der Region diese Kontaktstelle nicht mehr gäbe, zumal das Land nahezu zwei Drittel der Kosten trägt. Vor dem Ausstieg der IHK sollte sich ein neuer Träger finden lassen. Das muss nicht die Stadt sein. Sie hat originär andere Aufgaben, wenngleich die Kontaktstellen in Freiburg und in Ludwigsburg von der Stadt beziehungsweise Stadt und Landkreis betrieben werden. Bei anderen sind die Träger etwa die vh, ein Verein oder eine Wirtschaftsstiftung. Die Nähe zur Wirtschaft ist sinnvoll. Die IHK sollte wenigstens an der Suche nach einem Träger mitwirken.

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