Kommentar Führungswechsel bei Uzin Utz: Wichtig für den Standort

Frank König
Frank König © Foto: SWP
Ulm / Frank König 17.04.2018
Nicht nur für Uzin, auch für Ulm hängt viel davon ab, wie sich die neue Generation der Familienfirma durchsetzen kann.

Bei Uzin, einer Perle der Ulmer Unternehmenslandschaft, hatten die Söhne von Mehrheitsaktionär Werner Utz, Julian und Philipp Utz, ihren ersten großen Auftritt im Umfeld der Bilanzvorlage, auch mit allen Banken. Dabei agierten die zwei 36-Jährigen, die schon in verschiedenen Positionen des Konzerns tätig waren, durchaus souverän.

Dieses Selbstbewusstsein werden sie bestimmt auch beim Aktionärstreffen im Mai brauchen, bei dem die überraschenden Wechsel im Vorstand aufs Tapet kommen dürften. Mit Vorstandschef Thomas Müllerschön geht ein erfahrender Allrounder zur Dekra. Der sportliche Fußballfan hatte auch Uzin eine Fitnesskur verordnet und mit Verbesserungsvorschlägen der Mitarbeiter erhebliche Effizienzgewinne verwirklicht.

Nun müssen Julian und Philipp Utz zeigen, dass sie den  traditionsreichen Hersteller von Produkten zum Bodenverlegen weiter auf das anvisierte Umsatzziel von 400 Millionen Euro steuern können – vor allem in der gewohnten Profitabilität, mit hohen Cash-Flows und Spielraum für Investitionen.

Da wird ihr Vater als Aufsichtsratsvorsitzender weiter ein Wort mitreden, aber irgendwann müssen sie sich freischwimmen. Von ihrer Fortüne hängt auch für Ulm viel ab – Uzin ist das einzige Unternehmen vor Ort, das sich nachhaltig an der Börse halten konnte.

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