Ulm Wiblingen: Zurück zu Tempo 50

Ulm / VS 11.08.2015
Die Kontroverse um Tempo 30 in Wiblingen hat ein weiteres, fünftes Kapitel: eine Petition zur Wiedereinführung von Tempo 50.

Die Kontroverse um Tempo 30 in Wiblingen hat ein weiteres, fünftes Kapitel: eine Petition zur Wiedereinführung von Tempo 50. Die ersten vier Kapitel sind: Erstens die Einführung der Geschwindigkeitsbegrenzung auf einer Länge von 1,5 Kilometern in der Ortsdurchfahrt und der Donautalstraße im Dezember; zweitens 69 Widersprüche beim Regierungspräsidium (RP) Tübingen im Januar; drittens ein Bescheid des RP zur Wiederaufhebung auf 880 Meter Länge im April; viertens eine Petition zum Beibehalten von Tempo 30 in ursprünglicher Form Ende Mai.

Auf den Weg gebracht hat die Petition ein Zusammenschluss, der sich "Gegen-Tempo-30" nennt. Volker Typke tritt als deren Sprecher auf. Die Unterzeichner monieren, dass sie enttäuscht vom Verhalten der Stadt Ulm seien und von "deren Ignorieren eines rechtskräftigen Bescheids", weil die Schilder noch unverändert in der Ortsmitte ständen. Sie fühlen sich hingehalten und wollen die "übertriebene Geschwindigkeitsbeschränkung" so schnell wie möglich und gänzlich aufgehoben wissen, weil sie ineffektiv sei und zu "spürbaren Zeitverlusten" führe, die für Gewerbetreibende finanzielle Verluste nach sich ziehe.

Die Rechtslage ist in solchen Fällen immer: So lange der Petitionsausschuss des Landtags nicht entscheidet, wird am Status quo nichts verändert - also keine Schilder aufgestellt oder abgenommen. Deshalb stehen die Tempo-30-Schilder auch in Eggingen, Ermingen und Donaustetten noch. In diesen Ortsteilen gibt es ebenfalls Widersprüche und nicht entschiedene Petitionen bezüglich des eingeführten Tempolimits  (wir berichteten) .

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