Die alte Wetterstation auf dem Kuhberg in Ulm steht seit 2014 leer. Das Ulmer Wetter wird seither von einer neuen Station in Mähringen gemessen. Schon seit mehreren Jahren fordert die Ulmer SPD-Fraktion, die leeren Räume sinnvoll zu nutzen. Jetzt wenden sie sich zum dritten Mal mit einem Antrag an die Stadt und Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch.

SPD findet: Eigentum verpflichtet

Darin schreiben sie: „Das Bauwerk steht nun seit sechs Jahren leer. Eigentum verpflichtet – auch den Bund.“ Die SPD möchte das leere Gebäude gerne kulturell nutzen. Etwa könnten Gruppen und Bands des Stadtjugendrings das Gebäude nutzen. Weil es abseits von Wohnhäusern steht, sei es für Bandproben optimal geeignet.

Wie kann das Gebäude genutzt werden?

Schon zweimal bekam die SPD eine Absage. Die Gründe: Das Gebäude werde abgerissen, es gehört nicht der Stadt, sondern dem Bund, zudem stehe es im Außenbereich. Dadurch sei eine Nutzungsänderung nicht möglich.

Jetzt weist die SPD die Stadt auf gesetzliche Möglichkeiten hin. Demnach könnte der Außenbereich in den Innenbereich einbezogen werden, weil:

  • die Außenfläche von mindestens drei Seiten vom Innenbereich umgeben sei
  • der Bereich ohnehin als „gefangener Außenbereich“ zu werten sei.

Der Bund soll die Wetterstation in Ulm verkaufen

Die SPD-Fraktion will den Bund zum Verkauf bewegen, und zwar „ohne größere Gewinnabsichten“, wie es in dem Schreiben heißt. Dann soll die Fläche in den Innenbereich eingegliedert werden und endlich sinnvoll genutzt werden.