Kino Westerheimer Regisseur zeigt Film in Los Angeles

Jetzt geht’s nach L.A.: Marius Fischer.
Jetzt geht’s nach L.A.: Marius Fischer. © Foto: Calvin Müller
Neu-Ulm / Magdi Aboul-Kheir 21.09.2018
Der Film „Back On Track“ des aus Westerheim stammenden 24-jährigen Marius Fischer feiert Premiere im Dietrich, dann geht es sofort nach Los Angeles.

Am Donnerstag ist Marius Fischer in den Flieger nach Los Angeles gestiegen, und am Freitag ist dort ein großer Tag für den 24-jährigen Westerheimer: In der Hauptstadt des Weltkinos läuft sein Film „Back On Track“ im Landmark’s Regent Theatre. Eine Woche lang wird sein Streifen dort in dem bekannten Kino zu sehen sein. Doch „nur in LA“ wollte er seinen Film jetzt nicht zeigen, vor allem die Premiere sollte in der Heimat stattfinden. Und so lief „Back On Track“ nun schon am Dienstagabend im Neu-Ulmer Dietrich Theater über die Leinwand.

Das Ziel: Internationale Filme drehen

Marius Fischer kam schon während der Schulzeit in Laichingen über das Fotografieren und Musikvideos zum Film. Mit gerade mal 18 meldete er seine eigene Firma an. Seitdem geht er seinen ganz eigenen Weg ins Film-Ge­schäft. Er hat sich seinen Namen als Cutter gemacht, schneidet seit Jahren den „Quatsch Comedy Club“. Aber Fischer hat andere Ziele, richtig ehrgeizige: „Regie führen, in den USA internationale Filme drehen.“

Und sein Weg dahin führt nicht über deutsche Filmhochschulen. Fischer setzt auf praktische Erfahrung, und 2019 hat er ein talentbasiertes Stipendium bei der New York Film Academy, in der Zweigstelle Los Angeles. Er hat ein Studentenvisum, hofft aber auch auf eine Künstler-Green-Card.

„Back On Track“

Aber nun hat er erst mal „Back On Track“ gedreht. Der Film erzählt in 14 Minuten dokumentarisch die Geschichte eines jungen Mannes Anfang 20, der auf der Schwäbischen Alb einen schlimmen Motorradunfall hat, seitdem etliche Operationen und Rehamaßnahmen über sich ergehen lässt – mit unklarem Ausgang. Der Film erzählt die Geschichte nüchtern, aber packend, scheut nicht vor schockierenden Bildern, ist aber nicht rührselig. Dafür sorgen auch Klänge der Ulmer Heavy-Pop-Punk-Band City Kids Feel The Beat, für die Fischer auch schon Videos gedreht hat.

Ursprünglich war der Film gar nicht dafür gedacht, im Kino zu laufen oder länger als drei Minuten zu sein, erzählt Marius Fischer, aber dann „kam alles irgendwie anders“. Vor allem ist „Back On Track“ für den 24-Jährigen der letzte Probelauf, bevor er sich an einem abendfüllenden Film versucht: Im Dezember beginnt er mit den Dreharbeiten von „Nighthawks“.

Jetzt ist er aber ein paar Tage mit „Back On Track“ in Los Angeles, am Sonntag fliegt er zurück, denn am Montag zeigt er den Film in der Karlsruher Schauburg. Und im November ist er auf dem Pandamonium-Festival in Bruchsal.

Apropos Festival: Marius Fischer hat eben große Träume, und so hat er „Back On Track“ auch beim renommierten Sundance-­Filmfestival in Utah eingereicht, wo Ende Januar, Anfang Februar die Größen des Independent-Kinos zusammenkommen. Dort sei sein Werk mittlerweile „in consideration“, berichtete Fischer, er habe also tatsächlich Chancen.

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