Soziales Werkzeug gesucht für neues Projekt im Ulmer Familienzentrum

Klarer Fall für die „Papa-rier-Werkstatt“, wenn sie eingerichtet ist.
Klarer Fall für die „Papa-rier-Werkstatt“, wenn sie eingerichtet ist. © Foto: Fotolia
Ulm / Verena Schühly 13.06.2017

Ein Dreirad, bei dem das Pedal abgebrochen ist, ein Spielzeugauto, dem ein Rad fehlt. Das wäre ein klarer Fall für die „Papa-rier-Werkstatt“, die das Familienzentrum Adlerbastei einrichten möchte. Nina Pflanzer, die Leiterin, erklärt ihre Idee: „Das Wort setzt sich zusammen aus Papa und Reparieren.“ Sie hat vor, das spezielle Angebot für Väter und Kinder – wahlweise auch Opas und Enkel – in Anlehnung an Reparatur-Cafés zu etablieren.

Bevor es aber losgehen kann, muss Pflanzer noch eine Hürde nehmen: „Uns fehlen die nötigen Werkzeuge.“ Daher lautet ihre Bitte: „Wenn jemand Schraubenzieher, Hammer, Sägen, Heißklebepistolen, Bohrer oder anderes übrig hat und uns spenden möchte, würde uns das sehr freuen.“ Gesucht werden überdies Nägel, Schrauben, Dübel, Schraubzwingen und Holzkleber. Das Material kann im Haus der Begegnung abgegeben werden. Nina Pflanzer: „Wer seinen Absender hinterlässt, dem können wir dann auch danken.“

Männer wollen nicht nur reden

Die Leiterin des Familienzentrums, das die evangelische Gesamtkirchengemeinde betreibt, hat das Konzept entwickelt als Fortführung des gut laufenden Vater-Kind-Frühstücks. „Interesse besteht: Männer wollen sich austauschen, aber sie sind dabei auch gerne aktiv. Und für  Kinder hat das den Vorteil, dass sie merken: Man muss Spielzeug nicht gleich wegwerfen, wenn es kaputt ist.“ Pflanzer hat auch schon jemanden, der technisch versiert ist und der die Papas fachlich unterstützen wird.

Ausgenommen von der Reparatur sind elektrisch betriebene Geräte. „Das ist zu gefährlich, weil bei uns ja Kinder mit dabei sind“, erklärt Pflanzer die Einschränkung.

Die Erzieherin ist schon gespannt, wie sich die Idee entwickelt. Geplant ist die „Papa-rier-Werkstatt“ nicht als feste Gruppe, sondern als offener Treff. Das heißt: Jeder kann kommen und gehen, wann er will. Oder eben dann, wenn es etwas zu reparieren gibt.