Ulm Werke von Uli Pohl in der Galerie Cuenca

Bei Cuenca zeigt Uli Pohl auch Arbeiten aus Metall. Foto: Otfried Käppeler
Bei Cuenca zeigt Uli Pohl auch Arbeiten aus Metall. Foto: Otfried Käppeler
Ulm / KÄL 06.03.2013
Man kennt den Zero-Künstler Uli Pohl als einen, der Acrylglas erstaunliche optische Effekte abzuringen vermag und dabei stets frappant einfachen und klaren Formen treu bleibt. Seine neuesten Arbeiten sind jetzt in der Galerie Cuenca zu sehen.

Man kennt den Zero-Künstler Uli Pohl als einen, der Acrylglas erstaunliche optische Effekte abzuringen vermag und dabei stets frappant einfachen und klaren Formen treu bleibt. Doch nicht nur das. Aus heutiger Sicht kann man die Objekte des 1935 geborenen Künstlers jenen zuzählen, die sehr früh auf die Bewegung des Betrachters angewiesen waren, also auf Interaktion setzten.

In seinen neuesten Arbeiten, die jetzt in der Galerie Cuenca (Kohlgasse 4) zu sehen sind, treibt Uli Pohl nun sein Spiel des Seins und Scheins, in realer und gespiegelter Form mit poliertem Metall fort. Eine Stele wirkt so, als sei sie aus wenigen flachen Quadern zusammengesteckt. Durch die Spiegelung der Quaderteile auf den Oberflächen kommen optisch neue Raumelemente hinzu, sodass der Betrachter kaum mehr Reales und Illusorisches zu trennen vermag. Zudem verändern sich die Formen analog zu den Werken aus Acrylglas beim Umschreiten ständig.

Eine Überraschung hält die Galerie Cuenca mit einem Werk aus dem Jahr 1956 bereit. Das aus Gips gefertigte Objekt entstand noch vor Uli Pohls Hinwendung zu Zero beziehungsweise Nouvelle Tendance (bis 28. März: Di/Do 16-19, Sa 11-14 Uhr).