Stadt am Rand Wenn Ulm Kopf steht

Steht Kopf: Die Stadtfahne auf der Sparkasse.
Steht Kopf: Die Stadtfahne auf der Sparkasse. © Foto: Oliver Schulz
Ulm / Christine Liebhardt 23.07.2018

Liebe Leserinnen und Leser, wenn man on top of the world ist, liegt selbige einem ja bekanntlich zu Füßen. Wenn denen dann aber der Boden unter ihnen weggezogen wird, kann es passieren, dass die Welt ganz schnell Kopf steht. In unserer kleinen Donaustadt tut sie das bekanntermaßen regelmäßig einmal im Jahr, heute ist es wieder soweit. Manche finden das super und andere superunoptimal, eine Diskussion, in die wir an dieser Stelle nicht nochmal einsteigen wollen.

Sicher ist allein: Ulm steht Kopf. Wortwörtlich. Zum höchsten Feiertag der Stadt hat die Sparkasse ihr Schloss – pardon, ihren Neubau, beflaggt. Leider hängt das Ulmer Wappen verkehrt herum, und plötzlich ist die Welt nicht mehr schwarz-weiß, sondern weiß-schwarz. Saupeinlich, schon klar. Andererseits tut so ein Perspektivenwechsel hin und wieder ja auch ganz gut. Nehmen wir zum Beispiel die von uns so geliebten Baugruben und drehen sie einfach mal um: Schwupps, schon ist jede Menge Luft nach oben! Oder das Münster: Das stellen wir einfach auf die Spitze, zack, neues Alleinstellungsmerkmal, da kann die Sagrada Familia uns gar nix mehr.

Vermutlich aber ist es in diesen Zeiten so, dass die Fahne tatsächlich richtigrum hängt – und doch nur die Welt Kopf steht.

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