Ulm Wengenplatz im Bau

Es bleibt eng: Am neuen Wengentor (unten links) wird Platz geschaffen für einen einheitlich gestalteten Wengenplatz. Das führt zu Sperrungen in den Neuen Graben hinein (unten rechts).
Es bleibt eng: Am neuen Wengentor (unten links) wird Platz geschaffen für einen einheitlich gestalteten Wengenplatz. Das führt zu Sperrungen in den Neuen Graben hinein (unten rechts). © Foto: Volkmar Könneke, Moritz Nusser
JÜRGEN BUCHTA, JAKOB RESCH 08.04.2014
Das Wengentor ist mehr oder weniger fertig. Zu seinen Füßen entsteht bereits der erste Teil des neuen Wengenplatzes - das sind gute Zeichen zum Auftakt der Sanierung im Wengenviertel.

Zwischen Wengengasse, Sterngasse und Neuem Graben hat der Bau des neuen Wengenplatzes begonnen. Wie berichtet, entsteht dieser Platz in zwei Bauabschnitten, die Gesamtkosten belaufen sich auf 690.000 Euro. Der etwa 1500 Quadratmeter große östliche Teil zwischen dem neunstöckigen Neubau Wengentor, dem Hotel "Stern" und dem alten Neuthor Hospiz wird in den kommenden Wochen mit einem Kleingranit-Pflaster in Rundbögen gestaltet, berichtet Gerhard Fraidel aus der städtischen Abteilung Verkehrsplanung.

Bis die Arbeiten in gut einem Monat abgeschlossen sind, bleibt die Zufahrt zum Neuen Graben gesperrt, das sorgt für Enge und bisweilen weite Umwege für Anwohner und Passanten. Autos müssen für diese Zeit von der Salzstadelgasse her in den Neuen Graben und zur Deinselsgasse fahren. Dort wird obendrein gerade ein Haus renoviert, weswegen diese Gasse ebenfalls oft nicht zu durchfahren ist.

Nach Ende dieser harten Phase stehen im Umfeld des Wengenplatzes dann noch Baumaßnahmen für einen weiteren Monat an. Der zweite Teil des Platzes - westlich zur Keltergasse hin - soll erst nach Abschluss der Bauarbeiten für das Projekt Sedelhöfe gestaltet werden; also voraussichtlich 2016. Das empfiehlt sich schon deswegen, weil der für den Bau des großen Einkaufsviertels durchrollende Schwerlastverkehr gleich wieder das neu verlegte Kleinpflaster ruinieren würde.

Die Kosten für die jetzigen Arbeiten sind auf knapp 300.000 Euro veranschlagt, berichtet Fraidel weiter. Die Firma Geiger und Schüle, die sie ausführt, habe gerade Kapazitäten frei. So habe sie die Sache kurzfristig angepackt.

Die Anlage des neuen Wengenplatzes ist eine städtische und damit öffentliche Maßnahme im Rahmen des Sanierungsgebietes Wengenviertel. Private Investoren sitzen aber auch schon in den Startlöchern, so soll am Standort der Metzgerei Henke, die ausgezogen ist, neu gebaut werden. Mit dem Platz werden in einem verkehrsberuhigten Bereich nicht motorisierte Verkehrsteilnehmer bevorzugt und damit auch die Aufenthaltsqualität verbessert, wobei künftig drei Straßencafés für Belebung sorgen. Darüber hinaus muss die Ausfahrt aus der Wengengasse in die Olgastraße neu organisiert werden, wo für das Wengentor eine Fahrspur weggefallen ist.

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