Blaustein Weltweit gefeiert - Zero-Künstler Uli Pohl wird 80

Uli Pohl mit einer seiner Acrylglas-Arbeiten. Der in Blaustein lebende Zero-Künstler wird morgen 80 jahre alt.
Uli Pohl mit einer seiner Acrylglas-Arbeiten. Der in Blaustein lebende Zero-Künstler wird morgen 80 jahre alt. © Foto: Oliver Schulz
Blaustein / BURKHARD MEIER-GROLMAN 16.09.2015
Weltweit wird er gefeiert, der in Blaustein lebende Zero-Künstler Uli Pohl. Am Donnerstag, feiert er seinen 80. Geburtstag.

Großartige Gratulationslisten muss der in Blaustein lebende Zero-Künstler Uli Pohl gar nicht auflegen, denn schon lange vor dem 80. Geburtstag gab es weltweit zahlreiche Huldigungen seiner künstlerischen Arbeit. Das liegt auch daran, dass die Zero-Bewegung gerade jetzt in aller Munde ist, sie wird heftig plakatiert und natürlich hatte Uli Pohl eine Einladung für die große Zero-Ausstellung "Countdown to Tomorrow" in den heiligen Hallen des New Yorker Guggenheim-Museums erhalten, und dorthin hat er auch eine seiner besten und schönsten Acrylglas-Arbeiten geschickt. Bis November macht die Schau noch Station im Amsterdamer Stedelijk Museum.

Uli Pohl kann auch erklären, warum diese Zero-Kunst, derzeit total angesagt ist und besonders bei den jungen Leuten so gut ankommt. Zero ist laut Uli Pohl für das Publikum so ungemein attraktiv, weil diese Kunst in der Lage ist, ihre Erscheinungsform zu modifizieren, sie changiert, sie pulsiert, sie hat die permanente Veränderung im Visier. Dazu kommt noch, dass sich nahezu alle Zero-Leute dem Umgang mit dem Licht verschrieben haben. Gerade Uli Pohl gehört zu der Spezies von Zero-Künstlern, die unbedingt eine einzigartige unverwechselbare neue Licht-Ästhetik etablieren wollten. Und mit welcher Perfektion dies Uli Pohl gerade in seinen Acrylglas-Skulpturen angeht, das wird man erleben, wenn man einmal eine seiner Skulpturen umschreitet beziehungsweise umkreist. Diese Glaskörper entwickeln ein ungemein virulentes Eigenleben, sie wechseln je nach Betrachtungswinkel ihr Profil, Lichtbrechungen, Lichtblitze, Lichtreflexe und Spiegelungen sorgen von einem Moment zum anderen für unglaubliche Kunsterlebnisse.

Man will es nicht glauben, dass dieser Uli Pohl, der sich schon bei Ernst Geitlinger an der Münchner Akademie der Bildenden Künste in Sachen Nachkriegsmoderne fit gemacht hat und zum Urgestein der Zero-Bewegung um Otto Piene, Heinz Mack und Günther Uecker gehört und seit 1961 an unzähligen Ausstellungen der Gruppe beteiligt war, Kunstwerke fertigt, die bestens in unser digitales Zeitalter passen.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel