Neu-Ulm / cst

Momentan sind alle Eigentumswohnungen vergeben. Es wird kräftig weitersaniert. Die Mitgliederzahlen steigen. Und die Ertragslage ist geordnet. So lässt sich das Ergebnis der Mitgliederversammlung der Baugenossenschaft Neu-Ulm (BGNU) zusammenfassen. „Die BGNU funktioniert und sie lebt – und sie wird die nächsten Herausforderungen mit uns anpacken in einer prosperierenden Stadt“, sagte Oberbürgermeister Gerold Noerenberg in seinem Grußwort. Rund 160 Mitglieder – von inzwischen deutlich über 1000 – waren der Einladung ins Edwin-Scharff-Haus gefolgt. Wie aktiv die „kleine Baugenossenschaft“ ist, belegte Geschäftsführer und Vorsitzender Uwe Fliegner in seinem Bericht über das Jahr 2016.

Gehobenes Wohnen

Intensiv weitergebaut wurde beispielsweise auf dem Braun-Areal, „weil wir auch gehobenes Wohnen anbieten müssen für einen entsprechenden Mietermix“. Alle Wohnungen seien schnell und unbürokratisch vermietet worden. Gelohnt habe sich auch die Modernisierung der Gebäude in der Eck-, Silcher- und Schützenstraße. Derzeit geht es weiter in der Luitpoldstraße. Das Bauprojekt „Ulmer Hofgut“ werde nächstes Jahr in Angriff genommen, und Zukunftsmusik sind noch die Ulmer Riedteile ebenfalls in Ludwigsfeld. Finanziell sei die Ertragslage geordnet, so dass Vorstand und Aufsichtsrat wieder eine Dividende von vier Prozent vorgeschlagen haben, dem die Versammlung auch zustimmte. Die Ausschüttung aus dem einbezahlten Guthaben der Mitglieder beträgt gut 121 000 Euro. Der verbleibende Gewinn von rund 133 000 Euro soll der freien Rücklage zugewiesen werden.

Bei den Wahlen wurde der Neu-Ulmer Rechtsanwalt Bernhard Maier einstimmig zum neuen Aufsichtsratsmitglied gewählt. Sein Vorgänger, Rechtsanwalt Harald Schanbacher, schied altershalber aus. Wiedergewählt wurde der Aufsichtsratsvorsitzende Siegfried Messner.

Kein größerer Dienstwagen

Und weil alle gerade so schön beieinander saßen, kam auch kurz das Thema Kreisfreiheit der Stadt Neu-Ulm zur Sprache. Dazu sagte Fliegner: Er hoffe, dass die Entscheidung über die Kreisfreiheit „zum Wohl eines jeden Bürgers geschieht“. Oberbürgermeister Noerenberg betonte, dass noch nichts beschlossen sei, das übernehme der Freistaat. Die Verwaltung bereite lediglich einen entsprechenden Antrag vor. Er erhoffe sich zusätzliche Kompetenzen, um künftige Aufgabenstellungen besser lösen zu können. „Aber ich werde gewiss keinen größeren Dienstwagen fahren.“