Wechsel Schulleiterwechsel: Weinkauf folgt auf Röder

Marius Weinkauf ist seit neun Jahren Schulleiter des Anna-Essinger-Gymnasiums.
Marius Weinkauf ist seit neun Jahren Schulleiter des Anna-Essinger-Gymnasiums. © Foto: privat
Ulm / Ute Gallbronner 28.06.2017
Wechsel an der Spitze: Der Direktor Schulleiter des Anna-Essinger-Gymnasiums folgt als geschäftsführender Schulleiter auf Brigitte Röder.

Stühlerücken an der Spitze der Ulmer Gymnasien. Brigitte Röder verabschiedet sich als Schulleiterin des Kepler-Gymnasiums. Nach 13 Jahren an der Spitze geht sie in den Ruhestand, ihre Nachfolgerin wird Dr. Karin Weidner-Reuter, bislang stellvertretende Leiterin am Scholl-Gymnasium. Doch Röder leitet nicht nur das Kepler, sondern ist seit 2008 auch geschäftsführende Schulleiterin, das Sprachrohr der Ulmer Gymnasien. Dieses Amt wird nun Marius Weinkauf vom Anna-Essinger-Gymnasium übernehmen.

Schwerpunkte setzen

In den vergangenen Jahren wurde viel gewechselt in den Leitungsfunktionen, jetzt dürften die Gymnasien zumindest auf absehbare Zeit in ruhigen Fahrwassern unterwegs sein. Dienstältester Schulleiter ist derzeit Klaus-Michael Zinnecker am Humboldt, dann kommt schon Marius Weinkauf mit seinen 49 Jahren. Ruhiges Fahrwasser ist es auch, was er sich für seine Schulart erhofft – zumindest was die politischen Rahmenbedingungen angeht. Immerhin seien die Gymnasien zuletzt „am wenigsten durch den Reißwolf gezogen“ worden. Einer Oberstufenreform, wieder hin zu der Möglichkeit, mehr Schwerpunkte setzen zu können, sieht er allerdings durchaus positiv entgegen.

Für ihn persönlich werden es nicht unbedingt ruhige Jahre. Denn auf dem Kuhberg tut sich bekanntlich einiges. „Wenn ich die Neubaugebiete rundherum anschaue, werden wir bald zur Innenstadtschule“, meint Weinkauf. Schon jetzt platzen beide Essinger-Schulen, Gymnasium wie Realschule, aus allen Nähten. Es muss also gebaut werden. Baubeginn soll 2019 sein, wenn alles glatt geht. Erst wenn der Neubau steht, kann die Sanierung des jetzigen Gebäudes in Angriff genommen werden. Das sieht von außen betrachtet noch ganz gut aus. „Aber im Inneren gibt es massive Probleme“, sagt Weinkauf.

Wenn es soweit ist, wird Weinkauf auch ein Stück weit zum Bauleiter. Davon wissen etwa Markus Pfeil an der List-Schule oder auch Weinkaufs Kuhberg-Kollegen Gerhard Braunsteffer und Lorenz Schulte aktuell ein Lied zu singen. Sie werden ihn sicher an ihren Erfahrungen teilhaben lassen.

Die Zusammenarbeit mit den Gymnasien einerseits, aber ebenso mit den anderen Schularten in der Stadt, gehört ohnehin zu den wichtigsten Aufgaben der geschäftsführenden Schulleiter. Weinkaufs Partner in diesem Amt: Schulte und Ulrike Mühlbayer-Gässler, die sich in diesem Gremium nun plötzlich in der Rolle der Senior-Chefin wiederfindet.

Marius Weinkauf leitet mittlerweile seit neun Jahren das Anna-Essinger-Gymnasium. Zuvor war er am Kepler – was ihn mit Brigitte Röder verbindet. Bei ihrem feierlichen Abschied am 5. Juli wird er seine Ernennungsurkunde bekommen.

Das Gremium

Aufgaben Die geschäftsführenden Schulleiter sind gefragt, wenn es darum geht eine gemeinsame und allgemeingültige Linie für alle Ulmer Schulen zu finden. Sie sind zudem im Schulbeirat vertreten. Für die beruflichen Schulen spricht seit diesem Schuljahr Lorenz Schulte (Steinbeis-Schule) für alle anderen Schularten ist Ulrike Mühlbayer-Gässler (Bodelschingh-Schule) zuständig.