Ulm Weinfest auf Münsterplatz jetzt schon verlängert

Henning Krone (von links), Michael Freudenberger, Michael Speiser und Oliver Loser stoßen auf das 12. Ulmer Weinfest an.
Henning Krone (von links), Michael Freudenberger, Michael Speiser und Oliver Loser stoßen auf das 12. Ulmer Weinfest an. © Foto: Volkmar Könneke
Ulm / Hans-Uli Mayer 01.08.2018
Am Freitag wird das nunmehr 12. Weinfest am südlichen Münsterplatz eröffnet - und bereits jetzt schon auf drei Wochen ausgedehnt.

Für die Veranstalter des 12. Ulmer Weinfestes stellt es kein Problem dar, dass gleich am ersten Wochenende parallel das Kohl- und Rabengassenfest stattfindet. „Durch den Wegfall des französischen Dorfes können wir fünf Tage länger machen“, erklärt City-Manager Henning Krone. Tatsächlich wurde das Weinfest auf dem südlichen Münsterplatz um eine Woche verlängert – und zwar nach vorne, weil sich die Veranstalter Anfang August die größere Wettersicherheit versprechen als in den September hinein.

Ärger über Terminverschiebung bei Weinstube Peral

Für Joaquin Peral von der gleichnamigen spanischen Weinstube in der Rabengasse ist das allerdings schon ein Problem. Er versteht nicht, warum der Verein City Marketing durch die Terminvergabe eine Konkurrenzsituation schafft, die ihn um das Geschäft fürchten lässt. „Die wollen uns platt machen“, findet er drastische Worte und kritisiert die fehlende Rücksichtnahme.

Von jeher fand das Kohl- und Rabengassenfest seiner Darstellung nach am zweiten August-Wochenende statt. Als das Weinfest dazukam, haben sie ihr Gassenfest um eine Woche nach vorne verlegt, um die Termine zu entzerren. Jetzt verlegt das Weinfest seinen Beginn auch nach vorne, was bei Peral schlimme Vorahnungen aufkommen lässt. „Wir müssen mal schauen, wie das heuer wird. Wenn sich das nicht mehr rentiert, dann lassen wir das Fest eben“, sagt er resigniert.

Ungeachtet dessen laufen auf dem südlichen Münsterplatz die Vorbereitungen. Am Freitag ab 17 Uhr wird ausgeschenkt, um 19 Uhr ist die offizielle Eröffnung mit Baubürgermeister Tim von Winning. Wie in den Jahren zuvor teilen sich Michael Freudenberger (Zum Wilden Mann), Oliver Loser (Wirtshaus zur Brezel) und Michael Speiser (Speiser Event) nicht nur die Fläche im Schatten des Münsterturms, sondern auch die Weinbaugebiete.

Während Oliver Loser Weine aus Südtirol ausschenkt und ein „bürgerlich-bodenständiges“ Angebot auch beim Essen unterbreitet, setzt Michael Freudenberger ganz auf eine exklusive Weinvielfalt. „In den vergangenen zwölf Jahren habe ich ein gutes Weingefühl entwickelt“, sagt Freudenberg, der sich auf Frankreich spezialisiert, aber auch viele deutsche Weine im Angebot hat: „Wir fahren sehr hohe Qualität.“ Überwiegend gibt es bei ihm Flaschenweine, außerdem bietet er Grill-Events am Beefheater an.

Sprizz im Coppa Grande

Zwischen beiden ist auch räumlich gesehen Michael Speiser angesiedelt, der sich Weinen aus Italien und Spanien verschrieben hat. Auch er hat viele Flaschenweine im Angebot, dazu Tapas, Bruschette und Pizzen und bietet auch eine größere Anzahl an süßen und lieblichen Weinen an. Vor allem hat er in seine Karte eine Liste ausgewählter Sprizz-Mischungen aufgenommen, die er auch im 1,6 Liter messenden Glas anbietet.

Am 22. August gibt es wieder eine Wahl zur Weinkönigin.

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