Traumstadt Was Jugendliche sich von der Stadt Ulm wünschen

Auf dem heißen Stuhl: OB Gunter Czisch (zweiter von links) wurde von Zehntklässlern der Albert-Einstein-Realschule und Mitgliedern des Jugendparlaments befragt.
Auf dem heißen Stuhl: OB Gunter Czisch (zweiter von links) wurde von Zehntklässlern der Albert-Einstein-Realschule und Mitgliedern des Jugendparlaments befragt. © Foto: Lars Schwerdtfeger
Ulm / Christine Liebhardt 19.01.2017

Endlich einen Starbucks, mehr Gastronomie-Ketten wie Hans im Glück, mehr Klamotten-Ketten mit günstiger junger Mode wie Pull & Bear – das sind nur ein paar der Wünsche, die manche Ulmer Jugendliche an ihre Stadt haben. Vorgetragen wurden sie Oberbürgermeister Gunter Czisch diese Woche im Rahmen des Aktionstags „Schule trifft Rathaus“. Ziel des Veranstalters, der Landeszentrale für politische Bildung: das Wissen um kommunale Beteiligung stärken und den jungen Menschen zeigen, wie sie ihre Gemeinde mitgestalten können.

Zehntklässler der Albert-Einstein-Realschule und Mitglieder des Ulmer Jugendparlaments sammelten zunächst ihre Ideen, um sie dann mit dem OB zu diskutieren. Der dann die harte Realität nicht nur der Kommunalpolitik, sondern auch der Wirtschaft kommunizieren musste: „Ob Starbucks kommt oder nicht, entscheidet Starbucks.“ Die Stadt könne nur ein attraktives Umfeld schaffen, aber nicht bestimmen, wer an wen vermietet. Interessant fand der OB, dass der Wunsch nach solchen Shopping- und Gastronomieangeboten das Gegenteil dessen ist, was die Wirtschaft will: „Die will den Einzelhandel schützen.“

Eine ganz andere Meinung als die Realschüler vertritt das Jugendparlament. Dessen Vorsitzende Melina Arnold sagte: „08/15  gibt es doch überall. Wir finden es gerade schön, dass Ulm noch seinen Charakter hat und nicht so Mainstream ist.“ Weitere Themen: Die Jugendlichen wünschen sich, dass die Basketball-Freiplätze besser in Schuss gehalten werden und es auch mal zwei Körbe gibt, damit Mannschaften gegeneinander spielen können. Und: Es gebe viel zu wenige Parkplätze in Ulm. Dazu ein verdutzter OB: „Es wundert mich, dass sich die Mobilität so aufs Auto konzentriert.“

Die Aufgaben des Jugendparlaments

Gremium

Das Jugendparlament vertritt die Interessen von Jugendlichen gegenüber den Stadträten und dem Oberbürgermeister. Es hat rund 20 Mitglieder. Alle zwei bis drei Monate wird öffentlich im Sitzungssaal des Rathauses getagt. Anliegen und Ideen werden besprochen, Umsetzbares in Arbeitsgruppen ausgearbeitet. Kontakt über die Website: jupa-ulm.de

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