Ulm Was das Münster mit Olympia zu tun hat

Ulm / JR 28.07.2012

Das Ulmer Münster und die Bundesfestung haben für Restaurierungsarbeiten in dieser Woche wie berichtet insgesamt 150 000 Euro bekommen. Das traf sich bestens, sind doch gestern die Olympischen Spiele in London eröffnet worden. Was das miteinander zu tun hat? Die Antwort lautet: Glücksspirale.

Vorderhand wird die Fördersumme von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ausgegeben. Diese wiederum kann dafür aus Mitteln der staatlichen Lotto-Gesellschaft Baden-Württemberg schöpfen.

Diese wiederum nimmt das Geld aus Überschüssen der Glücksspirale, ihrer Rentenlotterie. Und diese wiederum gibt es seit den Olympischen Spielen 1972 in München. Genau genommen ist sie 1970 gegründet worden, um die Spiele in München finanzieren zu können.

Der enge Ulmer Bezug besteht darin, dass die Lotterie als Symbol bis heute das Emblem der Spiele von 1972 hat, den spiralförmigen Strahlenkranz oder eben: die Glücksspirale, bloß ganz bunt. Entworfen hat es das Team um Otl Aicher, dem ehemaligen Rektor der legendären Hochschule für Gestaltung (HfG) auf dem Kuhberg. Aicher war 1972 fürs visuelle Gesamterscheinungsbild der Spiele verantwortlich, wie es derzeit im HfG-Archiv am Hochsträß mit einer Ausstellung gewürdigt wird. Die Glücksspirale fördert unterdessen neben dem Denkmalschutz auch nach wie vor den Sport - und Olympia-Teilnehmer.

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