Zalando kommt 2020 nach Ulm – auf unserer Facebook-Seite freuen sich die meisten SWP-Leser über diese Nachricht. Zu den fünf bestehenden Geschäften des Onlinehändlers in Deutschland sollen sechs weitere dazukommen – eines davon in den Sedelhöfen. „Für Ulm ist das schon eine Ehre“, sagt Henning Krone vom Ulmer City Marketing.

Internetriese als Kundenmagnet

Krone betrachtet Zalando als „Frequenzbringer“: Wenn die Sedelhöfe fertig seien, würden durch die dortigen Geschäfte hoffentlich deutlich mehr Kunden zum Einkaufen nach Ulm kommen. Er verweist außerdem auf das Angebot von Zalando, das sich von dem der Händler in der Bahnhofs- und der Hirschstraße unterscheide: „Zwischen Outlet-Ware und Neuware gibt es einen großen Unterschied.“

Der neue Store wird für die bestehenden Geschäfte demnach nicht problematisch. Zalando hatte angekündigt, in seinem Outlet unter anderem Restware – etwa aus der Vorsaison – zu verkaufen.

Natürlich sei Zalando ein großer Wettbewerber, sagt Friedrich Werdich vom gleichnamigen Schuhhaus in der Bahnhofstraße. Aber auch er sieht die neue Konkurrenz positiv: „Wenn potente Mitbewerber in die Stadt kommen, kann das nur gut für uns sein.“

Genauso sieht es Anna Neher vom Bekleidungsgeschäft Tally Weijl: Dass Zalando nach Ulm komme, finde sie cool. „Dadurch sind hoffentlich mehr Kunden da, die dann auch bei uns vorbeischauen.“

Warum gerade Ulm?

Doch was hat das große Unternehmen dazu bewogen, gerade in die überschaubare Donaustadt zu kommen? „Ulm ist in Frequenzanalysen und in der Forschung zur Lebensqualität immer oben mit dabei“, sagt Henning Krone. Das sei für Zalando wahrscheinlich ein Entscheidungskriterium gewesen.

Ein Hindernis für den Handel sieht Krone in der Baustellensituation. Wenn das Baustellenthema in der Innenstadt „abgefrühstückt“ sei, würden wahrscheinlich wieder mehr Kunden in die Stadt kommen.

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