Ulm Warum nachts im neuen SWU-Bau das Licht brennt

Wie der helle Schein: Gerade im finalen Ausbau, war der neue Büro-Komplex der Stadtwerke an der Karlstraße in den vergangenen Tagen nachts hell beleuchtet. Das hatte verschiedene Gründe, die von der Arbeit zu nachtschlafenden Stunden bis zu Sicherheitsaspekten reichten. Foto: Matthias Kessler
Wie der helle Schein: Gerade im finalen Ausbau, war der neue Büro-Komplex der Stadtwerke an der Karlstraße in den vergangenen Tagen nachts hell beleuchtet. Das hatte verschiedene Gründe, die von der Arbeit zu nachtschlafenden Stunden bis zu Sicherheitsaspekten reichten. Foto: Matthias Kessler
HANS-ULI THIERER 02.03.2013
Nachtarbeit, Erprobungsphase, Sicherheitsaspekte: Aus diesen Gründen brennt im Stadtwerke-Neubau das Licht derzeit auch nachts, sagten die SWU.

"Haben die einen an der Waffel", fragte dieser Tage ein Leser ziemlich aufgebracht. Und eine Leserin konkretisierte: "Die Stadtwerke werben mit dem grünen Schuh und für Öko-Strom - und dann lassen sie selber das Licht die ganze Nacht lang brennen."

Die Rede ist vom Neubau K 3, der an der Karlstraße als Gegenüber zum SWU-Glaspalast entsteht. Das K 3 steht wenige Wochen vor der Fertigstellung, was ein Grund für die nächtliche Dauerbeleuchtung ist. Jedenfalls seien die Stadtwerke weder geistig umnachtet, noch "haben wir einen Schatten", sagt SWU-Sprecher Bernd Jünke. Vielmehr lägen zwingende Gründe für die Gebäudebeleuchtung nach dem üblichen Feierabend vor.

"Im Februar wurden Sonderschichten bis tief in die Nacht hinein gefahren. Das hat uns der Generalunternehmer mitgeteilt", berichtet Jünke. Die Nachtarbeiten seien wegen der Abnahme der Brandmeldeanlagen und der Sicherheitsbeleuchtung durch die Sachverständigen notwendig geworden. "Zuvor war eine Reihe von Restarbeiten zu erledigen." Die Abnahmen seien nun erfolgt.

In der Nacht vom vergangenen Donnerstag auf Freitag hätten die Lampen nur noch auf den Fluren und in ein paar größeren Räumen gebrannt - "im Wesentlichen eine Sicherheitsmaßnahme, bis das Haus vollends komplett eingerichtet und gesichert ist". Ein privater Sicherheitsdienst wache zudem die ganze Nacht über den Gebäudekomplex.

Schließlich: Das Haus sei mit modernen LED-Leuchten ausgestattet. Diese Anlage sei, erläutert Jünke, vor der Dauer-Inbetriebnahme in einem 100-Stunden-Betrieb zu erproben. "Die Leuchtdioden müssen sich einbrennen, um dann voll funktionstüchtig zu sein."

Im März, nun, stehen die restlichen Malerarbeiten an und wird die Haustechnik in Betrieb genommen, darunter Kühlung und Heizung. Von April an werden die Stadtwerke und andere Mieter - zwei Fünftel der Flächen werden durch Privatfirmen belegt - ihre Büros einrichten.