Kreisfreiheit Nuxit: Warten auf belastbare Zahlen

OB Gerold Noerenberg will raus aus dem Landkreis.
OB Gerold Noerenberg will raus aus dem Landkreis. © Foto: Matthias Kessler
Neu-Ulm / edru 30.12.2017
Neu-Ulm will sich vom Landkreis lossagen. Der OB wirbt dafür, aber nicht jeder ist von der Idee begeistert.

„Nuxit“ ist für den OB das Unwort des Jahres. Fünfmal versuchte Gerold Noerenberg den Bürgern in Info-Veranstaltungen zu erklären, warum es besser für Neu-Ulm sei, wieder eigenständig zu werden und nicht mehr auf den Landkreis Rücksicht nehmen zu müssen. Und fünfmal hatte er betont, dass die Kreisfreiheit auf gar keinen Fall als Nuxit bezeichnet werden dürfe. Der Neu-Ulmer Stadtrat steht in seiner großen Mehrheit hinter der Scheidungsabsicht, in den Parteien mit Ausnahme der CSU regt sich aber Widerstand. Ende des Jahres hat sich ein Bündnis gegründet: Die Personen, die hinter „Nuxit – So geht’s net!“ stehen, wollen, dass darüber nicht allein der Stadtrat und der OB befinden, sondern dass ein Bürgerentscheid her müsse. Der OB indes erachtet das Thema als zu komplex dafür.

Skepsis gibt es auch in der freien Wirtschaft. Einige Firmenbosse befürchten, dass der Landkreis ohne die Stadt und deren Millionen aus der Kreisumlage allein nur schwer existenzfähig ist. Sie sehen steigende Gewerbesteuern am Horizont. Bei allen Diskussionen um die Kreisfreiheit, sind Stadt und Landkreis wirkliche belastbare Zahlen schuldig geblieben: Wer zahlt was, wer bekommt was? Diese Zahlen sollen demnächst geliefert werden.

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