Ulm Walter lang nach 45 Jahren im öffentlichen Dienst verabschiedet

Verschiedungen müssen nicht immer traurig sein: Walter lang und der evangelische Dekan Ernst-Wilhelm Gohl in fröhlichem Dialog.
Verschiedungen müssen nicht immer traurig sein: Walter lang und der evangelische Dekan Ernst-Wilhelm Gohl in fröhlichem Dialog. © Foto: Matthias Kessler
Ulm / BEATE STORZ 02.07.2016
45 Jahre lang stand Walter Lang in Diensten der öffentlichen Verwaltung, viele davon bei der Stadt. Jetzt der Abschied. Großer Bahnhof im Rathaus.  

„So, dann machen wir das Beste aus unseren Ämtern.“ Das sagte Ivo Gönner zu Walter Lang 1992, als beide ganz neu anfingen – Gönner als OB und Lang als Leiter der Zentralabteilung. Klar, dass der ehemalige OB auch zur Verabschiedung Langs kam. Die Abschiedsrede im Rathausfoyer allerdings hielt Gönner-Nachfolger Gunther Czisch.

Zuletzt war Lang Leiter der Abteilung Ältere, Behinderte und Integration. Doch seine Tätigkeiten im kommunalen Dienst nehmen das komplette Arbeitsleben ein, so dass er auf vielen Feldern Spuren hinterlassen hat. Das zog viele ehemalige Wegbegleiter zur Abschiedsfeier. 130 Gäste im Rathaus.

Lang ist auf der schwäbischen Alb aufgewachsen und begann nach der Schule eine Verwaltungsausbildung. Danach studierte er in Stuttgart an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung. Ein berufsbegleitendes Betriebswirtschaftstudium folgte. Nach Ulm kam Lang, um seinen Ersatzdienst im Behindertenheim Tannenhof abzuleisten. Danach ging er 1977 zum Landratsamt Alb-Donau-Kreis ins Sozialamt und war bis zum Wechsel zur Stadtverwaltung stellvertretender Amtsleiter. Seit Mai 1992 ist Lang bei der Stadt, zunächst Leiter der Zentralabteilung, danach Sozial- und Jugendamtsleiter, Abteilungsleiter für die innere Verwaltung und Fachbereichscontroller, seit 2006, Leiter der Abteilung Ältere, Behinderte und Integration.

Czisch kennt Lang seit vielen Jahren. „Sie haben sich für das soziale Miteinander eingesetzt und waren immer Kämpfer für ihre Sache und für die Verwaltungsreform.“ Auf Lang habe man sich verlassen können. Dafür gab es eine Ulmer Uhr. Czisch bat den künftigen Pensionär, in nächster Zeit doch mal unverbindlich im OB-Büro anzuklopfen: „Es fällt schon schwer, so viel Kompetenz ziehen zu lassen. Vielleicht sollten Sie ein Ehrenamt ausüben.“ Kulturbürgermeisterin Iris Mann überreichte Lang außer einem Rucksack mit Wandertouren sinnigerweise eine Broschüre über Ehrenämter in Ulm.

„Danke für die gute Arbeit!“ Das sagte Stadtrat Hans-Walter Roth im Auftrag aller Ratsmitglieder. Lang habe seinen Beruf als Berufung gesehen. Er habe immer Ruhe ausgestrahlt. Der Gemeinderat schenkte Lang zum Abschied eine schwarz-weiße Stadtfahne als Dekoration für den Garten.