Aktivitäten Vorstand will Maßnahmen genau prüfen

Ulm / Harald John 09.06.2018

Nach den Vorfällen im Anschluss an das Pokalfinale denkt der Vorstand des SSV über Maßnahmen nach, solche Vorfälle künftig zu verhindern. „Wir wollen Vertrauen zurückgewinnen“, sagte SSV-Vorstandschef Anton Gugelfuß gegenüber der SWP. Dazu prüfe er mit seinem Vorstandskollegen Thomas Oelmayer mehrere Ansätze. Einer sei es, Fahrten zu Auswärtsspielen nur noch mit dem Bus anzutreten. Hier könne – anders als in Zügen – Alkoholkonsum besser kontrolliert werden. Auch sei geplant, bei „Hochsicherheitsspielen“ Security-Kräfte aus Ulm mitzuschicken.

Gleichzeitig hat sich Oelmayer an das Staatsministerium in Stuttgart gewendet und Hilfe angefordert. Der Rechtsanwalt hat umfangreich dokumentiert, welche Fanprojekte seit 2014 seitens des Vereins initiiert wurden. Dazu gehörten „Dutzende“ Gespräche mit Vertretern der Fangruppen, Präventivarbeit sowie eine enge Zusammenarbeit mit der Polizei.

„Wir haben in den vergangenen Jahren viele Randalierer und Störer aus dem Stadion erfolgreich herausgedrängt“, sagte Oelmayer. Schließlich dulde man keine Gewalt im Stadion, und „schon gar keine Nazi-Parolen“. Es sei bitter, ergänzt Gugelfuß, dass durch Fans, „von denen wir nicht einmal wissen, woher sie kommen und ob es überhaupt unsere Fans sind“, die erfolgreiche Vorstandsarbeit von vier Jahren aufs Spiel gesetzt werde. Zuletzt sei bereits ein Steinwerfer identifiziert worden, der aus dem schweizerischen St. Gallen angereist sei. Zur Not, so Gugelfuß, müsse man Hochrisko-Spiele wie gegen Waldhof Mannheim ohne Zuschauer austragen: „Aber wer kann sich schon Geisterspiele wünschen?“ Harald John

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