Sieben Tage nach seiner Wiederwahl hat Erich Niebling sein Amt als Vorsitzender des FC Burlafingen nach 17 Jahren niedergelegt. Auslöser war die vereinsintern umstrittene Idee von Vertretern des SV Oberelchingen, TSV Pfuhl und FC Burlafingen, am Schulzentrum Pfuhl eine große Sporthalle mit bis zu 2500 Zuschauerplätzen zu bauen. Die von den Protagonisten auf rund sechs Millionen Euro geschätzte Halle soll vor allem den Elchinger Basketballern, Pfuhler Turnern, Burlafinger Handballern und dem Schulsport dienen. Niebling stand dem Projekt reserviert gegenüber und hatte das auch öffentlich geäußert.

Die Wogen gingen hoch

Ausschlaggebend sei für ihn vor allem das Geld, sagt Niebling auf Anfrage. Der Verein wäre finanziell zu stark belastet, „ich weiß doch, was so etwas kostet“, sagt der bisherige Vorsitzende, der dem Neu-Ulmer Stadtrat seit mehr als zwei Jahrzehnten für die CSU angehört. Er kann sich auch nicht vorstellen, dass die Stadt Neu-Ulm eine solche Halle zu 60 Prozent bezahlt, wie es sich die Hallenbefürworter erhoffen. Als sie vor zwei Wochen ihre Pläne der Presse vorstellten, war Niebling nicht mit von der Partie, sondern Anton Glöckler, Vorsitzender des Burlafinger Handball-Fördervereins.

Intern gingen die Wogen aber hoch. Von persönlichen Vorwürfen ist die Rede, von Autoritätsverlust und Machtkämpfen. Niebling will sich dazu auf Anfrage nicht äußern, „ich will nichts weiter aufrühren“. Nur so viel: „Wenn man so angegriffen wird, dann hört man eben auf.“ Er habe das Amt sehr gern gemacht, viel Zeit und Arbeit in den FC Burlafingen gesteckt. „Jetzt will ich ein leichteres Leben haben.“ Der Verein werde zunächst von seinem bisherigen Stellvertreter Steffen Kaas geleitet. Er war am Mittwoch nicht zu erreichen.

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