Ulm Vorbilder der Stadt

Oberbürgermeister Gunter Czisch (links) zeichnet Bürger für besonderen ehrenamtlichen Einsatz aus. Neben dem OB von links: Renate Babic, Franz Häußler, Manfred Makowitzki, Lothar Steurer und Johannes Stolz.
Oberbürgermeister Gunter Czisch (links) zeichnet Bürger für besonderen ehrenamtlichen Einsatz aus. Neben dem OB von links: Renate Babic, Franz Häußler, Manfred Makowitzki, Lothar Steurer und Johannes Stolz. © Foto: Lars Schwerdtfeger
Ulm / EDWIN RUSCHITZKA 17.04.2016
Premiere für den neuen Ulmer OB Gunter Czisch: Erstmals hat er im Rathaus an fünf Ulmer Persönlichkeiten das Ulmer Band verliehen. Und zehn Vereine freuten sich über 47.000 Euro aus der Bürgerstiftung.

„Ich muss jetzt noch ein bisschen üben.“ 16 Jahre sei er Finanzbürgermeister gewesen, also eher zuständig für die Einkünfte der Stadt. „Und jetzt muss ich das Geld verteilen.“ Er sprach’s, tat’s – und das Geldausgeben ging ihm dann doch ziemlich leicht von der Hand. 47.000 Euro haben zehn Vereine von der Ulmer Bürgerstiftung erhalten, die vor 20 Jahren gegründet wurde.

Was haben sich die Zeiten inzwischen nicht verändert. Stiftungen anheim ist es, dass das dort angelegte Geld Zinsen bringen soll, die wiederum entsprechend der Ziele einer Stiftung ausgegeben werden. Was die Ulmer Bürgerstiftung betrifft, sind das die Vereine, die sich ums Gemeinwesen der Stadt verdient machen. 3,7 Millionen Euro hoch ist das Stiftungskapital, gerade einmal 62.000 Euro hat es als Zinsen eingebracht. Wahrlich wenig, und das treibt Czisch eigenem Bekunden nach die Tränen in die Augen. Das Ganze funktioniere inzwischen ohne freundliche Spender nicht mehr, sagte er. Einer von diesen freundlichen Spendern war sein Vorgänger Ivo Gönner. Bei seiner Verabschiedung sind 34.000 Euro zusammengekommen. Und das Geld hat Gönner gleich der Bürgerstiftung weitergereicht.

Im Rahmen der kleinen, vom Collegium musicum umrahmten Feierstunde hat Czisch auch fünfmal das Ulmer Band an verdiente Ulmer Persönlichkeiten verliehen. Alle hätten sich um die Stadt verdient gemacht, sie seien also echte Vorbilder, sagte Czisch.

Renate Babic hat das Band für ihren Einsatz im sozialen Bereich erhalten und ihre Arbeit in der Seelsorgeeinheit der Ulm-Basilica. Franz Häußler aus Ermingen hat sich im politischen, sozialen und musischen Bereich engagiert, sei es als Ortschaftsrat in Ermingen, dort auch aktiv innerhalb der Dorfgemeinschaft, aber auch als Schöffe am Landgericht Ulm. Er erhielt von Czisch das Ulmer Band wie auch Manfred Makowitzki, der sich um den Aufbau des Behandlungszentrums für Folteropfer verdient gemacht hat, dessen organisatorischer Leiter er ist. Lothar Steurer ist Leiter der Psychologischen Beratungsstelle des Deutschen Kinderschutzbundes im Ortsverband Ulm/Neu-Ulm. Er ist jetzt stolzer Ulmer-Band-Träger wie Johannes Stolz, ehemaliger Geschäftsführer der Entsorgungsbetriebe Ulm, der sich als Vorsitzender des Generationentreffs Ulm/Neu-Ulm engagiert.

 

Geförderte Projekte 2016

1000 Euro Anschubfinanzierung für das Projekt „Kreuzgänge“ des Vereins Griesbadgalerie – Förderung für junge Künstler.

1000 Euro Anerkennungsfinanzierung zur 50. Jahreszeitenakademie des Zentrums für Allgemeine wissenschaftliche Weiterbildung (ZAwiW) der Uni Ulm.

3000 Euro Anschubfinanzierung für das Projekt „Jugend hackt Süd“ des Vereins Open Knowledge Foundation Deutschland.

4000 Euro Anerkennungsfinanzierung des Vereins Ulmer Hospiz für 25 Jahre ambulanten Hospizdienst, 15 Jahre stationäres Hospiz und 10 Jahre ambulanter Kinder- und Jugendhospizdienst.

4000 Euro Anerkennungsfinanzierung zum 40-jährigen Bestehen des Seniorenrats Ulm.

4000 Euro Anerkennungsfinanzierung für 40 Jahre Verein für moderne Musik Ulm/Neu-Ulm.

5000 Euro Anerkennungsfinanzierung für 50 Jahre Collegium musicum.

6000 Euro Anerkennungsfinanzierung des Ulmer Turngaus für die Festschrift zum 150-jährigen Jubiläum im Jahr 2009.

8000 Euro Anschubfinanzierung für das Projekt Bahnhofsmission mobil.

10 000 Euro Anerkennungsfinanzierung zum 150-jährigen Bestehen des Vereins für Naturwissenschaft und Mathematik.

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