Ob bei Naturkatastrophen, Terroranschlägen oder Massenunfällen: Ärztliches Handeln in Ausnahmesituationen will gelernt sein. Bei der fünftägigen „Sommerakademie Katastrophenmedizin und Humanitäre Hilfe“, die diese Woche an der Universität Ulm stattfindet, lernen Medizinstudenten, wie man professionelle Hilfe leistet. Veranstaltet wird die Ausbildungswoche vom Deutschen Institut für Katastrophenmedizin, der Uni und dem Bundeswehrkrankenhaus.

  Es geht nicht nur um theoretisches Wissen: Die angehenden Ärzte lernen auch selbst Hand anzulegen. Beim Praxisparcours am heutigen Dienstag etwa werden medizinische Routinehandgriffe wie Nähen, Gipsen oder Fixieren sowie das Legen von Thorax-Drainagen, Luftröhrenschnitt oder das Anlegen von Beckenschlingen geübt. Katastrophenmediziner sollen zudem für chemische, biologische und nukleare Katastrophenfälle gewappnet sein, ebenso für Naturkatastrophen und Terroranschläge.

Der zweite Teil der Woche befasst sich mit Strukturen und Akteuren der Humanitären Hilfe.  Wie man auf eine schwierige epidemiologische Lage richtig reagiert, erfahren die Kursteilnehmer am Beispiel eines Ebola-Einsatzes des Deutschen Roten Kreuzes und der Bundeswehr.