SWP-Forum Annette Schavan beim SWP-Forum

Foto: Volkmar Könneke
Foto: Volkmar Könneke © Foto: Volkmar Könneke
Ulm / Verena Schühly 16.05.2018
Annette Schavan beim SWP-Forum über ihre Erfahrungen als deutsche Botschafterin am Heiligen Stuhl und ihre Arbeit.

Ganz nah dran an Papst Franziskus ist Annette Schavan seit vier Jahren als deutsche Botschafterin am Heiligen Stuhl in Rom. „Das ist der pathetischste Titel meines Berufslebens“, sagte die 62-Jährige gestern Abend beim SWP-Forum vor rund 90 Zuhörern. Sie berichtete über ihre Arbeit am Vatikan und ihre Erfahrungen mit dem Pontifex, der „hochpolitisch ist“. Die Theologin schätzt an Franziskus, dass er für eine Kirche steht, „die sich nicht verwaltet, sondern die der Welt dient“. Er ermutige Menschen dazu, neue Wege zu beschreiten. Seine von manchen kritisierte Weigerung, zentral Antworten vorzugeben, sieht Schavan als Chance zur gelebten Vielfalt in den Ortskirchen: „Auf die meisten Fragen gibt es mehrere mögliche Antworten. So wird gestritten – und das ist gut so. Es ist ein Zeichen dafür, dass sich etwas verändert.“ Darüber freute sich die frühere Politikerin im Gespräch mit Elisabeth Zoll und Karen Emler. Im Juni endet ihre Amtszeit in Rom. „Ich komme heiter zurück“, meinte sie  – und gern nach Ulm. Ihre Kontakte hierher sind herzlich, das zeigt auch das Bild bei ihrer Begrüßung. Eine Rückkehr in die Politik schließt die CDU-Frau aus.

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