Pfuhl Viele Besucher beim Dorffest in Pfuhl

Pfuhl / BEATE STORZ 07.07.2014
Die Pfuhler wissen, wie man Feste feiert. Beim 38. Pfuhler Dorffest kamen viele Besucher, denn sie wissen, hier gibt es gutes Essen und eine nette dörfliche Atmosphäre. Das halbe Dorf war auf den Beinen.

Noerenberg kann es. Der Neu-Ulmer OB braucht das Bierfass nur scharf anzuschauen, und schon fließt der Gerstensaft. Beim 38. Pfuhler Dorffest reichte am Samstag ein Schlag. Kein Tropfen ging daneben. Begleitet wurde der Anstich wie jedes Jahr von Böllerschüssen.

Doch das Nass kam nicht nur aus dem Fass, sondern auch vom Himmel - und das pünktlich zum Feststart. Den Pfuhlern machte das aber nichts aus, sie kamen trotzdem. Der Organisator und Vorsitzende des Pfuhler Vereinsrings, Hans Schäufele: "Was nutzt der bange Blick gen Himmel, es kommt, wie es kommt."

Bei der Eröffnung waren alle guter Dinge, schließlich standen genügend Zelte herum als Unterschlupf bei zu viel Sonne oder Nass. Schäufele betonte, dass es ein friedliches Fest von Pfuhlern und mit Pfuhlern und für Gäste sein solle. Seit Jahren ist dieser Wunsch Realität. Es gab keine Ausschreitungen auf den Festen. Dafür habe der Vereinsring viel getan. "Wir haben professionelle Sicherheitskräfte beauftragt und halten uns strikt an das Jugendschutzgesetz." Ein kleines Problem im Vorfeld löste der Verein ganz unkompliziert. Er konnte dieses Jahr das Spülmobil von der Stadt Neu-Ulm nicht ausleihen, weil andere Vereine schneller waren. "Wir haben uns eine gute gebrauchte Spülmaschine gekauft und auch einen Stellplatz für das große Gerät gefunden."

Rudolf Feuchtmayr, der Chef der Brauerei Autenried, kam höchstpersönlich nach Pfuhl - weil das hier etwas ganz Besonderes sei. "Die Pfuhler Vereine halten zusammen, wo findet man denn so was noch? Hier gibt es noch Gemeinschaftssinn und deshalb bin ich gerne hier."

Der Stand des Kleingartenvereins ist bei den Festen immer ausverkauft. "Unser Pfuhler Knabberfleisch aus Pute ist sehr beliebt", sagt Gabi Nigst. Der Verein hat 50 Kilo Putenfleisch gewürzt und paniert. Der älteste Verein im Ort ist der Singverein. Er wurde 1853 gegründet. Die Damen sangen aber nicht beim Dorffest, sondern saßen hinterm Verkaufsstand und schälten und schnitten Kartoffeln für einen leckeren Kartoffelsalat. Andere Vereine verkauften Kuchen, Waffeln, Bratwürste, Steaks. Außerdem spielten die Pfuhler Feuerwehrkapelle und die Dorfmusikanten auf und es gab ein Kinderprogramm.

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