Mythospflege Viel Neues vom Einstein-Marathon

Ab durch die Mitte: Momentaufnahme vom Start im vergangenen Jahr.
Ab durch die Mitte: Momentaufnahme vom Start im vergangenen Jahr. © Foto: Volkmar Könneke
Ulm / Von Markus Ebner 15.05.2018

Nach 13 Jahren Einstein-Marathon hat sich Streckenchef Bernd Hummel tief in das  Wegenetz (Neu-)Ulms eingegraben. Sein Ziel: Vor allem die zweite Hälfte der  Marathon-Strecke soll noch attraktiver werden. Bisher ging es ab km 18 auf einsamen Wegen gen Wiblingen und zurück, wo man sich den Endspurt mit anderen Disziplinen teilte. Langsamere Läufer wurden auf den letzten Kilometern von 5-km-Schwärmen überrollt.

Neue Streckenhälfte

Dieses Jahr ist eine ganz neue zweite Streckenhälfte Richtung Friedrichsau, Offenhausen und die Innenstädte geplant – und für den Endspurt sollen die Marathonläufer wieder eine eigene Strecke bekommen. Möglich wurde das durch die Unterführung an der Gänstorbrücke, die bis zum Marathon fertig sein soll.

Neue umwelfreundliche Becher

An den Verpflegungsstellen wird von den einfachen Plastikbechern auf weichere und umweltfreundlichere Pappbecher umgestellt, die das Trinken während des Laufes einfacher machen. Dies war der ausdrückliche Wunsch von Heribert Grossmann, Geschäftsführer der Firma Bantleon, der bei der Premiere des Einstein-Marathons im Jahr 2005 wegen einer Wette seinen ersten Marathon bestritten hat und seither in jedem September jedes Mal über 42,195 km an den Start gegangen ist. Das Laufteam Bantleon gehört mit zuletzt über 200 Läufern auch immer zu den Top 10 der Hensoldt-Firmenwertung.

Dieses Jahr feiert die Firma Bantleon ihr 100-Jähriges. Deshalb unterstützt Grossmann die Idee, den Marathon in Ulm noch attraktiver zu machen. Dazu gehört, dass die Marathon-Finisher im Ziel einen extra Verpflegungsbereich bekommen, wo auch die Letzten nach 42,195 km noch genügend Getränke haben.

Neue extra Finisher-Jacke

Und das I-Tüpfelchen wird sein, dass alle Marathon-Finisher im Ziel eine eigene Finisher-Jacke bekommen. All das ist nur dank der Unterstützung von Bantleon möglich, und die Veranstalter hoffen, dass mit der neuen Strecke und den besonderen Anreizen für die Marathonläufer die Teilnehmerzahl deutlich nach oben gehen wird.

„1000 Marathoni in Ulm, das wäre eine klasse Sache“, meint Bernd Hummel. Damit würde der Einstein-Marathon, der bezüglich Beliebtheit und Gesamtteilnehmerzahl zu den 20 größten Laufveranstaltungen in Deutschland gehört, auch bei den Marathonveranstaltern in die Top 11 vorstoßen – neben Berlin, Hamburg, Frankfurt, Köln, München, Rennsteiglauf, Düsseldorf, Münster, Hannover und  Dresden.