Digitalisierung vh unterrichtet jetzt mit Smartboards

Ulm / Christine Liebhardt 11.09.2018

Smartboard, Whiteboard – elektronische Tafeln haben viele Namen. Gemeinsam haben sie, dass sie wie ein Tablet auf Berührung reagieren und sich intuitiv im Unterricht einsetzen lassen. Das war vh-Leiterin Dagmar Engels bei der Auswahl der Geräte wichtig: „Damit kann heute jeder umgehen.“ Zum Semesterbeginn hat die vh neun Räume mit Original-Smartboards ausgestattet, weitere folgen. 50 000 Euro hat das gekostet, die Hälfte kommt als Zuschuss von der Stadt.

Mit speziellen Stiften können Dozenten wie auf einer Tafel schreiben. Als Schwamm benutzen sie einfach eine Hand. Der Aufschrieb kann auch abgespeichert und an die Kursteilnehmer gemailt werden. „Es darf keine Barriere geben, dann sind die Leute schon mittendrin“, sagt Norbert Herre. Der stellvertretende Geschäftsführer der vh kümmert sich um alle Bereiche, die mit der Digitalisierung zu tun haben. Viele Dozenten würden die Boards bereits ganz selbstverständlich nutzen. „E-Learning ist schon, wenn man im Unterricht ein Video auf Englisch schaut“, findet Herre. Das geht selbstverständlich auch.

Mehr Aufmerksamkeit

Außerdem haben die Smartboards eine eigene Lernsoftware, die ähnlich wie Power Point funktioniert, aber darüber hinaus geht: So können Dozenten nicht nur Folien oder Videos vorbereiten, sondern auch interaktive Spiele, die die Lernenden dann auf ihren eigenen Smartphones lösen. Die Boards sollen schließlich kein Selbstzweck sein: „Die Aufmerksamkeitsspanne bei Lernenden ist viel länger, wenn man die Methoden wechselt“, erklärt Engels. Wichtig ist das vor allem in den Deutschkursen, die über den ganzen Vormittag gehen.

Zur digitalen Infrastruktur gehört auch die Homepage der vh, die derzeit generalüberholt wird. Die meisten Erstkontakte finden mittlerweile über das Smartphone statt, das weiß auch Engels. Nur dass die ein gutes Jahrzehnt alte Internetseite bislang überhaupt nicht darauf ausgerichtet ist. „Da muss sich viel ändern, damit es ein leichtes, intuitives System wird“, sagt Engels. Daran arbeitet die Ulmer Agentur Zero Seven. Speziell im Fall der vh: „Andere Volkshochschulen haben nicht so viele Submarken, so eine starke politische Ausrichtung, so eine Geschichte wie wir.“ All das muss entsprechend organisiert werden und gut auffindbar sein. Anfang, Mitte 2019 soll die neue Homepage dann fertig sein.

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