Kommentar Edwin Ruschitzka zur Bundesfestung in Neu-Ulm Versteckte Kleinode

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Autorenfoto © Foto: Könneke Volkmar
Neu-Ulm / Edwin Ruschitzka 16.08.2018

In Neu-Ulm wird beklagt, die Stadt sei arm an Geschichte. Was die Bundesfestung betrifft, teilt sich die Stadt mit Ulm zusammen einen Teil dieser Geschichte. Doch Neu-Ulm geht nachlässig mit seinen Festungsanlagen um. Dabei warten ein paar Kleinode nur darauf, entdeckt und präsentiert zu werden.

2016 hat der Förderverein Bundesfestung eine Mängelliste vorgelegt. Im gleichen Jahr formulierte die CSU einen Antrag dazu, der erst zwei Jahre später behandelt wurde. Und Sanierungen soll es erst ab 2020 geben. Die Hochbauabteilung sei personell auf Kante genäht und überlastet. Was sicher stimmt. Es fehlt aber auch an der Einsicht und am politischen Willen.

Neu-Ulm feiert bald seine Stadterhebung vor dann 150 Jahren. Das Programm ist bunt, es soll lange nachwirken. Okay. Man hätte zu diesem Fest auch einen neuen Teil der Bundesfestung sanieren und bespielbar machen können. Wie den Biergarten in der Caponniere 6, wie die kleine Kulturinsel der Caponniere 8 hinter der Meininger Allee. Aus der Ludwigsvorfeste an der Europastraße kann man mehr herausholen, ebenso aus der Bastion 5 an der Turmstraße. Auch wenn der Förderverein zuweilen dazu tendiert, jeden Stein heilig sprechen zu wollen, hat er schon Recht: Neu-Ulm könnte mit diesem Teil seiner mit Ulm gemeinsamen Geschichte sorgsamer umgehen.

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